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Gründung am 19. Juni
Die Fanhilfe Münster nimmt ihre Arbeit auf

Der Vorstand der Fanhilfe Münster am 19. Juni 2016. (Foto: Schulte)
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Münster – Mit drei Unterschriften von Vorstandsmitgliedern hat sich die neue Fanhilfe Münster am Sonntag offiziell gegründet. Sie wird künftig Fans des Vereins bei rechtlichen Problemen zur Seite stehen.

Es gibt 56 Profi-Vereine zwischen 1. und 3. Liga - aber weniger als 20 Fanhilfen. Preußen Münster hat jetzt eine davon. Offiziell gegründet wurde sie am 19. Juni 2016 und wird künftig Fans des Klubs bei allen rechtlichen Fragen und Problemen unterstützen.

Die Idee ist im Grunde ganz einfach: Fußballfans, die sich Ermittlungsverfahren gegenüber sehen (oder denen solche Verfahren drohen), erhalten Unterstützung durch die Fanhilfe. Auch wenn es um Stadionverbote geht, ist die Fanhilfe ansprechbar.

Die Unterstützung reicht dabei von der reinen Betreuung und der Funktion als Ansprechpartner über finanzielle Hilfen für Anwaltskosten bis hin zu allgemeiner Öffentlichkeitsarbeit. Letztere ist auch wichtig. Immer wieder über bestehende Probleme zu berichten und damit auch der Sicht von Betroffenen Gehör zu verschaffen, ist eine der Aufgaben der Fanhilfe. Straf- und zivilrechtliche Beratung erfolgt jedoch ausschließlich durch die Anwälte, die für die Fanhilfe aktiv sind.

Und ja: Unterstützt werden ausdrücklich auch Fans, die möglicherweise bereits bei der Verübung von Straftaten identifiziert worden sind. Das Prinzip "Unschuldig bis zum Urteil" greift hier auch für die Fanhilfe. Erst mit einem Urteil endet unter Umständen die konkrete Arbeit der Fanhilfe. Konsequenzen des eigenen Handelns müssten Betroffene eben auch übernehmen, sagt Andreas Bode, Vorstand der Fanhilfe. 

Um das entsprechende Bewusstsein bei Fans zu schärfen, will die Fanhilfe entsprechend auch tätig sein.

Ein paar Eindrücke von der Gründung:

(Foto: Schulte)
(Foto: Schulte)
(Foto: Schulte)
Der Vorstand der Fanhilfe Münster am 19. Juni 2016. (Foto: Schulte)
(Foto: Schulte)

Die Fanhilfe finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge (Jahresbeitrag 36 Euro) und Spenden. Notwendig sei die Fanhilfe, weil das Verhältnis zwischen Ordnungsbehörden, Polizei, Verein und Fans immer schwieriger geworden ist. Vor einigen Monaten hatte selbst das Fanprojekt die Gespräche mit der Polizei aus Protest auf Eis gelegt. Die Fanhilfe beklagt wie viele solcher Vereine in Deutschland eine "zunehmende Kriminalisierung von Fans und enorme Zunahme von Repressionen". Und dies trifft längst nicht nur tatsächlich ermittelte Straftäter, sondern auch Fans, die nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Das Stichwort ist hier "Beihilfe": Dieser Vorwurf kann schon erhoben werden, wenn die Hand an einem Banner oder einer Fahne liegt, hinter der andere Fans zum Beispiel Pyrotechnik zünden. Auf diese Weise hatten in Münster jüngst zahlreiche Fans Stadionverbote erhalten. 

Die Fanhilfe Münster wird unterstützt durch verschiedene Rechtsanwälte. Eine von ihnen ist Lisa Grüter. Sie ist Fachanwältin für Strafrecht im Dortmunder Anwaltsbüro Budde, Grüter und Möller. Im Interview spricht sie über ihre Arbeit und immer wiederkehrende Themen:

 


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11U´haching57:9-27

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