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Preußen Münster
Goalgetter Kobylanski „verschenkt“ seine Tore – und hadert mit sich

Elfmeter, 2:0! Kobylanski feiert! (Foto: Schulte)
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Münster – Nicht nur bei Tobias Rühle und Adriano Grimaldi platzte am Dienstagabend ein Knoten. Auch Martin Kobylanski, der in den Wochen vor und nach der Winterpause schwächelte, befreite sich. Mit seinem zweiten Doppelpack der Spielzeit brachte er Preußen Münster auf Siegkurs. Beide Treffer schenkte er bestimmten Personen.

Zwölfte Minute. Martin Kobylanski legt sich das Leder zum Freistoß zurecht. Tobias Rühle war ein erstes von vielen Malen gefoult worden, hatte den Standard herausgeholt. 20 Meter Distanz, die Mauer steht, Kobylanski zielt. Vorbei. Knappe Sache. Der Ball rauscht am linken Torwinkel vorbei. Es hätte gut und gern das 2:0 sein können.

Fünfzehnte Minute. Martin Kobylanski legt sich das Leder zum Elfmeter zurecht. Fabian Menig war im Strafraum, fast schon auf dem Weg zur Eckfahne umgerissen worden. Ein völlig unnötiges Foulspiel, werden die Erfurter später sagen. Kobylanski zielt. Der Torhüter springt nach rechts, gibt den Versuch sofort auf. Drin. Kobylanski hatte die andere Ecke anvisiert. „Irgendwie habe ich ihn ausgeguckt. Der Torwart hat früh signalisiert, wo er hingehen wird“, sagte der Pole später grinsend.

Achtzehnte Minute. Martin Kobylanski legt sich das Leder zum nächsten Freistoß zurecht. Sicherlich 30 Meter Distanz. Eine Position, die Mut erfordert. Den hat Kobylanski. Der Ball rauscht weit links vorbei, ein kleines Raunen geht durch das Publikum. Der 23-Jährige vereint Genie und Wahnsinn, kann Spiele fast im Alleingang entscheiden, aber an schwachen Tagen auch völlig unsichtbar bleiben.

Traumhaftes 3:0 ist Highlight des Abends

Fünfzigste Minute. Danilo Wiebe nimmt im Mittelfeld den Ball an. „Überragend war das“, schwärmte Martin Kobylanski später. Setzt sich gegen den ersten und einen zweiten Gegenspieler durch, nimmt dabei immer mehr Tempo auf. Der Pass auf Kobylanski. Ein Blick, ein Schuss, Innenpfosten, drin. Traumtor. „Den habe ich Kurtulus Öztürk geschenkt“, erklärte der Offensivmann nach Spielende. „Er hat mir in der Pause gesagt, dass ich heute noch einen machen werde.“ Das erste Tor widmete er seinem Vater Andrzej Kobylanski, der das Spiel im Stadion sah.

Sechzigste Minute. Martin Kobylanski legt sich das Leder zum Freistoß zurecht. Eine Flanke. Simon Scherder steigt hoch, köpft – Sandrino Braun drückt ihn über die Linie. 4:0? Nein, Abseits. Auf der Tribüne macht Mirko Votava im Auftrag von Werder Bremen II, Gegner am Wochenende, dennoch fleißig positive Notizen. „Ich schätze ihn sehr“, sagt der ehemalige Bremer Kobylanski. „Aber Samstag wollen wir dort natürlich nachlegen, den Vorsprung weiter vergrößern.“

„Da war ich zu eigensinnig“

Achtundsechzigste Minute. Martin Kobylanski läuft frei auf das Tor zu. Lässt sich etwas abdriften, verpasst den Querpass und schießt ans Außennetz. „Das war einfach nur eigensinnig von mir und das nehme ich auch auf meine Kappe. Die Mannschaft ist wichtiger als der persönliche Dreierpack“, analysierte er selbstkritisch. „Dafür muss ich die Kollegen demnächst mal zum Essen einladen.“

Vierundsiebzigste Minute. Martin Kobylanski bringt den Ball gedankenschnell zu Adriano Grimaldi. Der zieht den Sprint an, schaut und verwandelt eiskalt. „Für ihn freut es mich sehr, für ihn war es sicherlich nicht einfach“, sagt der Vorbereiter. Kurz darauf ist der Arbeitstag des Polen beendet. Unter Standing Ovations wird der Topscorer der Preußen, mittlerweile hat er acht Treffer und drei Vorlagen auf dem Konto, verabschiedet. An diesem Dienstag hat er dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt.

 


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Tabelle

38. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
8F. Köln3853:48554
9U´haching3854:55-154
10Münster3850:49152
11Jena3849:59-1052
12Aalen3848:57-950

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