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CDU und Grüne
Kein Stadion-Neubau in Münster: Diesen Antrag soll der Rat beschließen

Das Preußenstadion im Sommer 2017. (Foto: Schulte)
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Münster – Der SC Preußen Münster wollte im Oktober eine Entscheidung in Sachen Stadion haben - und sie wird kommen. Allerdings nicht für einen Neubau in Münster.

Am 18. Oktober (Mittwoch) sitzt der Rat der Stadt Münster zusammen - es soll der Tag der Stadion-Entscheidung werden. Tatsächlich kommt es wohl zum Beschluss, damit bekommt der SCP endlich die gewünschte Klarheit.

Was die Ratsmehrheit aus CDU und Grünen allerdings beschließen wird, bestätigt nur, was alle schon vorher wissen. Einen Stadion-Neubau auf Münsters Grund und Boden wird es nicht geben. Im Antrag, der im Rat behandelt werden soll, heißt es klar: Es sei in der Prüfung kein einziger Standort ermittelt worden, der alle Anforderungen erfülle, zugleich nicht im Widerspruch zu anderen städtbaulichen Wünschen steht oder dessen Herrichtung finanziell zu stemmen sein würde. 

Die Verwaltung werde beauftragt, alle Planungen für einen neuen Standort "derzeit" nicht weiterzuverfolgen.

Erneut bekräftigen CDU und Grüne die Prioritäten der Stadtpolitik, die sich zwischen den Polen Breitensport, Kitas, Schulen und Wohnungsbau bewegt. Im Antrag werden zur Einordnung die geplanten Ausgaben für den Breitensport aufgeführt: Demnach setzt die Stadt rund 36 Millionen Euro ein für diverse Maßnahmen in der Stadt. Tenor: Da ist kein Geld für signifikante Ausgaben bei einem Stadion-Neubau.

Offensichtlich haben es also weder der Verein noch die SPD geschafft, die finanziellen Rahmenbedingungen eines Tauschgeschäfts "Hammer Straße gegen Neubaustandort" nachhaltig in die politische Diskussion einzubringen. 

Angebot: Hammer Straße

Den Preußen bieten die beiden Parteien laut Antrag einen Umbau an der Hammer Straße an - aber auch nur dann, wenn der der SC Preußen ein "klares Bekenntnis zum Standort Hammer Straße" abgibt. Das dürfte allerdings nach derzeitiger Diskussionslage ausscheiden, damit wäre dann im Grunde jede weitere Diskussion in Münster überflüssig. 

Dennoch: Falls der SCP seine Meinung ändert, würde der Rat den Klub beim schrittweisen Umbau an der Hammer Straße begleiten. Der Antrag enthält zwar nur wenig konkrete Maßnahmen, aber zeigt immerhin die Richtung auf. 

Demnach solle die Stadtverwaltung den Bebauungsplan "zügig zum Satzungsbeschluss" führen. Gemeinsam mit dem Verein wolle man ein "Realisierungskonzept inklusive Finanz- und Wirtschaftsplan" entwickeln. Der Verein soll im Zuge dieser Verhandlungen in die Lage versetzt werden, Ausbau und Betrieb des Stadions in eigener Regie zu übernehmen - in etwa so wie vor acht Jahren beim Tribünenbau. 

Das Realisierungskonzept soll in einem Vertrag formuliert werden, der "alsbald" dem Rat zum Beschluss vorgelegt werde soll. 

Der SC Preußen solle im Zuge dieser gesamten Debatte auch Preußen-Fans "aktiv in den Planungsprozess" einbinden, um eine "möglichst hohe Akzeptanz für das modernisierte Stadion zu bekommen". 

Selbstverständlich bleibt die künftige und maximal erreichbare Kapazität eines Stadions bei 20.000 Zuschauern gedeckelt. 

Wichtige Änderung

Verabschieden dürfen sich die Fans bei diesem Vorgehen von einer schnellen Lösung. Die Modernisierung des Preußenstadions würde schrittweise erfolgen - jeweils unter Beachtung des Lärmschutzes für Anwohner. Und mit jedem Tribünenbau soll auch die umliegende Infrastruktur langsam wachsen.

CDU und Grüne verweisen auf ein "neues und flächensparendes Parkraumkonzept". Demnach sollen die heutigen Parkplätze komplett durch Parkhäuser oder Parkdecks ersetzt werden. Bau und Betrieb dieser Flächen sollen durch die städtische Gesellschaft Westfälische Bauindustrie Münster (WBI) übernommen werden.

Zugleich soll aber auch eine Prüfung erfolgen, ob für eine weitere Minimierung des Flächenverbrauchs "gemeinsam mit gewerblichen Unternehmen im näheren Umfeld des Stadions Parkmöglichkeiten geschaffen werden können". 

An einer Stelle weicht der Antrag von den bisher bekannten Eckdaten ab. Die auf der Brachfläche südlich des Stadions geplanten Trainingsplätze sollen wegfallen. Stattdessen soll gemeinsam mit dem benachbarten ESV Münster geprüft werden, ob dort Trainingsplätze gemeinsam genutzt werden können.

Mit der DB AG und den Nahverkehrs-Zweckverbänden soll zudem die Errichtung eines Bahnhaltepunktes am Stadion geprüft werden. 

Mit dem Antrag, sollte er dann auch so beschlossen werden, würde die Stadt eine vergleichsweise kurze, aber heftige Debatte beenden. Deutlich hatte der SC Preußen seit Ende 2016 signalisiert, einen Neubau im Stadtgebiet errichten zu wollen.  Nachdem das also nicht möglich scheint, wird dann klar sein, dass sich der SCP sich aus der Stadt verabschiedet - oder in einer erneuten Kehrtwende seine Konzentration auf die Hammer Straße legt. 

 

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
13Halle1320:23-314
14Bremen II1313:19-614
15Münster1313:14-113
16Chemnitz1318:21-313
17Jena1311:17-613
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