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Phänomen
Preußen gegen Rostock: Hoffen auf das Heimspiel-Gesicht...

Martin Kobylanski. (Foto: Schulte)
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Münster – Es ist bekannt, es setzt sich fort, viele rätseln: Der SC Preußen Münster ist auswärts spürbar harmloser als daheim. Der Auftritt mag sich verändert haben, die Ergebnisse noch nicht. Gegen Rostock darf es gerne das neue und selbstbewusste Heimgesicht sein...

Zwei Dinge sind sicher: Seit Marco Antwerpen Trainer ist, tritt der SC Preußen auch auswärts deutlich energischer und wacher auf. Aber Spiel und häufiger auch die Ergebnisse sind weniger klar und gut als im eigenen Preußenstadion. In Meppen trat der SCP eigentlich ganz diszipliniert auf - und verlor nach individuellen Aussetzern mit 0:2. In Bremen lag der SCP nach einer verschnarchten ersten Hälfte schon zurück, ehe "Viererpacker" Rizzi die Sache im Alleingang korrigiert.

Und in Magdeburg zuletzt war der SCP zehn Minuten gut in der Partie und dann über eine leider entscheidende Phase von allen guten Geistern verlassen. Dass die Niederlage in Magdeburg nicht höher ausfiel, lag wohl auch daran, dass die Gastgeber die Preußen laufen ließen, weil sie selbst nicht mussten.

In jedem Fall präsentiert sich das Team zuhause wesentlich agiler, energischer, zielstrebiger als auswärts. Gründe? Sind nach wie vor unklar, jedenfalls hat auch der neue Trainer noch keine Idee für das altbekannte Problem. Wobei: Eine Idee schon, aber der Weg ist offenbar länger und härter als erwartet.

Über den Spielhergang in Magdeburg gab es wenig abweichende Meinungen. Der SCP begann stark. "Magdeburg war ja ziemlich überrascht von unserem forschen Anfang", so Michele Rizzi über diese ersten zehn Minuten. "Wir haben sie früh gepresst und so zu Fehlern gezwungen. Und das 1:0 ging völlig in Ordnung."

Tja, aber dann. Dann hatte es der SCP in der eigenen Hand und brachte Magdeburg doch prompt ins Spiel zurck. Trainer Marco Antwerpen: "Das war der Wendepunkt im Spiel. Da waren wir ungeordnet, denn so ein 1:0 muss man einfach länger halten." Tat der SCP aber nicht.

Es folgten chaotische 15 bis 20 Minuten aus Preußensicht. Fabian Menig bekam mit seinen Kollegen Schwerstarbeit in der Kette. "Da haben wir uns nicht mehr befreien können", so sein Fazit nach dem Spiel. Auch Torschütze Simon Scherder sah das ähnlich. "Durch eigene Unkonzentriertheiten haben wir das aus der Hand gegeben."

Es ist diese Unkonzentriertheiten, die dem SCP in der Partie sportlich das Genick brachen. Fehlende Zuordnung, individuelle Fehler - und "zwei Tore holst du in Magdeburg auch nicht auf", wie es Rizzi anschließend anmerkte.

 

 

 

Es ist schwer zu fassen, was nun in Magdeburg wirklich ursächlich war. Magdeburg sei eben auch nicht Bremen, wie eigentlich fast alle Preußen nach Abpfiff zugaben. 15.000 Zuschauer gegen ein paar hundert an Platz 11. "Da bist du schon ein bisschen beeindruckt", formulierte es Simon Scherder.

Trotzdem: Auswärts klappt einfach weniger gut, was zuletzt daheim besser funktionierte. Michele Rizzi: "Ich hatte in der zweiten Halbzeit nicht das Gefühl, dass wir uns aufgegeben hatten." Das ist sicher richtig. Auf dem Feld bekam der SCP mehr Freiheiten, aber wohl auch, weil Magdeburg das nun "routiniert und abgezockt" (Antwerpen) runterspielte. Die Preußen durften sich im Mittelfeld auslassen, aber bekam nur noch zwei Chancen. Beide allerdings hochkarätig: Tobias Rühle vergab Sekunden nach Wiederanpfiff das 2:3. Und Fabian Menig setzte in den Schlussminuten den Ball nur an den Pfosten. Zwischendrin: Keine Chancen mehr für den SCP.

Und das ist eben zu wenig in der 3. Liga und in Magdeburg ohnehin. Dass die Fehler auswärts direkter bestraft werden, ist auch so ein Phänomen. Marco Antwerpen: "Zwei, zwei und drei Gegentore? Das ist auswärts einfach zu viel." Tatsächlich ist der SCP daheim - von der Generalpleite gegen Großaspach einmal abgesehen - deutlich konzentrierter unterwegs. Zuletzt gab es zwei "zu-Null-Siege", aber auch seit Oktober 2017 kassierte der SCP in fünf Heimspielen (ohne Großaspach) nur zwei Gegentore. Auffällig allemal.

Es sind ja nicht nur die Gegentore. Auch die Chancenzahl ist daheim spürbar höher. Das hängt natürlich auch davon ab, dass der Gastgeber in aller Regel mehr für das Offensivspiel tut als der Gast, der erst einmal abwartet. Aber auch die Riege der Top-Teams (Karlsruhe, Köln, Würzburg) tat sich im Preußenstadion ja schwer gegen die Adler.

Jetzt also Rostock: Wie zuletzt Würzburg kommen die Gäste mit einer imposanten Siegesserie und breiter Brust nach Münster. Da wird der SCP sein starkes Heimgesicht unbedingt benötigen, um einen Punkt oder mehr in Münster zu behalten. Auswärts wird der SCP dann eine Woche später in Zwickau geprüft. Und weil es sich beim dortigen FSV um einen Konkurrenten in der Abstiegszone handelt, wären Fehler wie in Magdeburg unangenehm.

Rückblick: So sah das letzte Heimspiel gegen Rostock aus:


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Tabelle

26. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
10Würzburg2533:36-335
11Großaspach2431:35-433
12Münster2531:35-430
13Halle2533:35-229
14SF Lotte2531:37-629

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