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Wach trotz goldener Ananas
Preußen Münster findet die richtige Frequenz

(Foto: Schulte)
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Münster – Der SC Preußen Münster stand schon vor dem Spiel in Köln nicht mehr wirklich im Abstiegskampf. Alles andere zu behaupten, wäre unsinnig. Trotzdem gelang es dem SCP wiederholt, genau die richtige Frequenz zu treffen.

Spannungsabfall im Saisonfinale? Derzeit deutet beim SC Preußen wenig darauf hin. Schon vor Wochenfrist, als der SCP mit einer aus der Not geborenen Aufstellung gegen Wiesbaden antrat, überraschte das Team. Und "aus der Not" geboren ist vielleicht auch nicht akkurat beschrieben: Die Wechsel waren zwar durch Ausfälle von Simon Scherder oder Adriano Grimaldi notwendig, aber eben keine "Notlösung", wie Trainer Marco Antwerpen deutlich formulierte. "Wir waren überzeugt, dass diese Aufstellung genau richtig war."

Nun: Nach dem 1:0 gegen Aufstiegskandidaten durfte man das durchaus so stehen lassen. Mit 42 Punkten steuerte der SCP Richtung Köln. Das hatte seit Gründung der 3. Liga fast immer zum Klassenerhalt gereicht und in dieser Saison allemal, nachdem Chemnitz und Erfurt Insolvenz angemeldet hatten und Bremen bei 24 Punkten steht. Nach dem Spiel in Köln waren es 45 Punkte, Thema offiziell durch.

Vor dem Spiel war die Frage: Würde sich der SCP im Land der aufgehenden goldenen Ananasse motivieren können? Nun: Die Frage beantwortete das Team mit dem 4:2 sehr eindrucksvoll. Marco Antwerpen: "Ich hatte schon vor dem Spiel gesagt, dass wir im Training Spannungsverluste haben. Aber wir versuchen eben in den Spielen, diese Spannung wieder herzustellen." Misson erfüllt, müsste man da sagen.

Nur in der Anfangsphase war Köln noch imstande, mitzugehen. "Und nach dem 1:2 hatte ich kurz Bedenken. Aber wir haben das auf dem Platz sehr schnell korrigiert."

Das war rundherum eine souveräne Leistung. So sehr, dass Antwerpen (und auch seine Spieler) anschließend noch über die zwei Gegentore "nörgelten". Die seien "ärgerlich", so Antwerpen. "Das Spiel gab sie eigentlich nicht her."

Unzufrieden war nach dem Spiel nur einer. Fortuna-Trainer Uwe Koschinat nahm wie immer kein Blatt vor den Mund. "Es kann keine Zweifel geben, dass dieser Sieg für Preußen in hohem Maße verdient war", so die nüchterne Erkenntnis des Trainers. "Unser Torwart hat noch auf dem höchsten Niveau gespielt - und das zeigt, wie er gefordert war."

Tatsächlich rettete Tim Boss einige Male gegen Grimaldi, gegen Rühle. Es war mehr drin für den SCP. Währenddessen bekam Max Schulze Niehues über 90 Minuten kaum echte Gelegenheiten, sich auszuzeichnen.

Uwe Koschinat: "Auch die individuelle Qualität machte den Unterschied. Wir haben die Offensive der Preußen nie in den Griff bekommen." Fast hätte auch Sandrino Braun noch getroffen, aber auch hier war Boss auf dem Posten. "Irgendwann platzt der Knoten", nahm es Braun gelassen. Der Sechser, seit dem Jahreswechsel in fulminanter Form, sah auch eine stabile Leistung. "Wir haben das einfach gut gemacht. Wir haben Fortuna eben keine Luft gegeben." So einfach, so schwer. "Überragend", nannte Antwerpen später die Leistung des früheren Stuttgarters.

Das Nahziel der Preußen ist jetzt bekannt - und belegt. Antwerpen: "Wir wollen mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause gehen." Vier Spiele sind es noch - gegen Halle, in Chemnitz, gegen Lotte und in Großaspach. Heitere Aussichten für Sommerfußball. Wenn der SCP das so angeht wie in Köln, ist ein einstelliger Tabellenplatz noch drin.

Der wäre aber, das muss man sagen, bittersüß. Denn die Frage, warum der SCP seit mehreren Jahren keine stabile Saison mehr spielt, muss beantwortet werden. Und die Mannschaft muss sich auch die Frage gefallen lassen, wie die katastrophale Hinrunde zu erklären wäre. Man stelle sich vor, dem SCP wäre es in einem der vergangenen Jahre gelungen, die Form einer starken Halbserie über das ganze Jahr auf den Platz zu bringen...

 


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Datum Termin/Anlass  
Di, 8. Mai 4. Preußen-Matinee Spezial 19.06

Tabelle

35. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
10Aalen3547:53-647
11Halle3548:48046
12Münster3543:46-345
13Großaspach3550:54-445
14Jena3542:55-1343

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