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Nach Vorfällen in Osnabrück
Preußen Münster verhängt 44 Stadionverbote - weitere drohen

Polizeieinsatz während eines Fußballspiels. (Foto: Schulte)
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Münster – UPDATE - Das Auswärtsspiel in Bremen hat für zahlreiche Fans des SC Preußen Münster möglicherweise ein Nachspiel. Es drohen Stadionverbote. Einige hat der SCP bereits ausgesprochen...

UPDATE 16.20 Uhr

Der SC Preußen Münster hat mittlerweile reagiert und 44 lokale Stadionverbote verhängt. Sie gelten ab sofort, aber vorerst nur für das Spiel gegen den VfR Aalen, wie der Verein später korrigierte und ergänzte. Zudem wird der Klub Strafanträge wegen Hausfriedensbruchs stellen, sollten Betroffene gegen das Stadionverbot verstoßen.

Der Klub weist zudem darauf hin, dass mögliche bundesweite Stadionverbote dann die lokalen Stadionverbote "überschreiben" würden.

Der SCP wolle sich mit der Reaktion "in aller Deutlichkeit von Straf- und Gewalttaten" distanzieren, heißt es.

Der ursprüngliche Text

Auf der Rückfahrt vom Auswärtsspiel kam es in Osnabrück zu einem Zwischenfall. Anhänger aus beiden Ultra-Szenen waren nach dem Spiel in Bremen mit einem Zug Richtung Münster unterwegs. Der Stopp in Osnabrück ist auf dem Heimweg Standard, wenn Regelzüge eingesetzt werden. 50 Minuten Aufenthalt sind laut Fahrplan vorgesehen und das war am Freitagabend auch so. Etwa gegen 23.30 Uhr kam der Zug aus Bremen in Osnabrück ab, um 0.19 Uhr solte der nächste Zug nach Münster abfahren.

Rund "100 bis 150 Personen nutzten den Halt" und seien dabei an "zahlreichen Kräften der" Bundespolizei vorbeigekommen und hätten sich auf den Weg ins Empfangsgebäude und dann auch in die Stadt gemacht. So teilt es die Polizei mit. Offenbar wurde eine eigentlich verschlossene Tür zum Bahnhofsgebäude aufgedrückt worden - und die "Lücke" war da.

In der Folge sei es zu Auseinandersetzungen mit den Beamten gekommen - Flaschen seien geflogen, Pyro sei gezündet worden. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray und "einfacher körperlicher Gewalt" habe die Polizei die Fans stoppen und zum Bahnhof zurückführen können. Erst um 1.19 Uhr seien die Preußenfans dann endlich weiter Richtung Münster gereist. Diejenigen, die von der Polizei aus dem Stadtgebiet zurück zum Bahnhof transportiert werden mussten, können sich bereits jetzt auf eine Kostennote über rund 71 Euro für diesen "Transport" freuen.

Von den 100 bis 150 Personen wurden bei insgesamt 53 Fans die Personendaten festgestellt. Und diesen 53 Fans droht nun schon für das Heimspiel gegen Aalen ein Stadionverbot, möglicherweise zunächst auf dieses eine Spiel beschränkte. Es drohen aber zusätzliche bundesweite Stadionverbote, weil die Polizei die Personendaten an den DFB weiterleiten wird.

Da der Vorwurf pauschal auf "schwerer Landfriedensbruch" lautet, ist davon auszugehen, dass der DFB den Anregungen der Polizei folgen wird. Zumal die Anhänger des SCP in Frankfurt nicht zwingend den besten Ruf genießen.

Holger Wissing, Fanbeauftragter beim SCP, hatte am Mittwoch noch keine Informationen über diese drohenden Stadionverbote. Aber auch Wissing geht davon aus, dass bundesweite Stadionverbote im Block ausgesprochen werden.

Preußens Medienverantwortlicher Marcel Weskamp bestätigte, dass die Vorfälle in Osnabrück bereits Thema im Klub gewesen seien. Man werde die Lage in Ruhe bewerten und dafür sorgen, dass auch nur jene mit Stadionverboten belegt würden, deren Taten von der Polizei konkret belegt würden. Dass die Vorfälle im Klub für wenig Freude sorgten, liegt allerdings auf der Hand.

Denn auch die Vorfälle aus dem Dezember, als Preußenfans auf einer Autobahn-Raststätte aufgefallen waren, sind noch nicht abschließend geklärt. Gut möglich, dass in der Ostkurve in Kürze einige Plätze frei werden.

 

 


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