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RICHTER RICHTET - TEIL 8
Wo wir herkommen und wo wir jetzt stehen (geblieben sind)

Richter richtet.

Münster – Ja, wo kommen wir denn her, ja woher denn?

In diesem turbo-schnelllebigen Geschäft lässt sich das doch wohl äußerst schwierig definieren. Für mich und auch nicht unerheblich wenige andere war die Saison 12/13 ein Maßstab, eine Epoche, die einen biederen, mittelmäßigen Verein in die positiven, überregionalen Schlagzeilen brachte, ja fast schon Sex Appeal verlieh. Dann kam das Scheitern, ok, passiert vielen anderen auch und kann unter Umständen auch zu einem Mythos beitragen.

Und jetzt? Es ist Samstag, wir stehen mal wieder auf einem Aufstiegsplatz , doch da kommt kein Kribbeln und Fiebern am Samstagmorgen. Im Gegenteil, man schleppt sich ins Stadion wie zu einer lästigen Pflichterfüllung. Ein Kollege im A-Block meinte, es sei wie der unumgängliche samstägliche Einkauf mit dem Partner, auf den man eigentlich gar keinen Bock hat. Puh!

Es mutet schon fast bizarr an, was sich um den Adlerhorst und die Adlerträger abspielt. Der Verein scheint diesen Weg gehen zu wollen. Er scheint das Stadion zu einer Art keimfreien und stimmungslosen Versammlungsort umformen zu wollen. Dabei glaube ich nicht einmal an einen Plan, der einfach stumpf umgesetzt werden soll. Für mich sieht das eher aus wie eine zufällige Aneinanderreihung von unglücklich bis dusseligen Aussagen der Verantwortlichen, die zu diesem Resultat einfach führen mussten.
Der einzige, der da über jeden Zweifel erhaben ist: Ralf Loose!

Denn seit er hier sein Amt angetreten hat, zieht er diese Haltung durch und macht auch in keinster Weise einen Hehl daraus. Bei ihm stehen Aussage, Fußball-Taktik und Kommunikation nach außen felsenfest und unumstößlich.

Aber sonst?

Wo ist ein Pressesprecher, ein Kommunikator, der die Öffentlichkeit vernünftig darüber informieren kann, dass es z.B. das industrie-gefertigte Bierimitat aus dem Sauerland diesmal nur im VIP-Bereich und nicht für den Rest des Publikums zu genießen gibt?

Wo ist die Schnittstelle zwischen aktiven Fans und Verein, die eine lebendige und zielführende Kommunikation herstellt? Wo wird ein Zusammengehörigkeitsgefühl beschworen, dass für eine so große und bunte Familie von so enormer Bedeutung ist? Wieviel Dialog kann ein von wenigen Leuten geführter Verein eigentlich verkraften bzw. ermöglichen?

Im Prinzip hat sich in den fast 30 Jahren, in denen ich den Verein begleiten darf, so gut wie nichts geändert. Wir spielen noch in der gleichen Bruchbude, der Verein agiert mit der gleichen unglückseligen Außendarstellung und ihm scheint die aktive Fanszene nach wie vor schnurzegal zu sein.

Aber nach 30 Jahren spüre ich deutliche Verschleißerscheinungen aus alledem und stehe kurz davor, meine Preußenkarriere endgültig zu beenden.
Denn mir ist es schlicht und einfach nicht mehr egal ob ich dem Verein offensichtlich so egal bin!

Aber wahrscheinlich fehlt es mir da zu sehr an Rationalität, denn darauf basiert ja das ganze Theater! Oder doch eher auf Emotionen?

 

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