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Die nicht ganz ernst gemeinte Vorschau
Was beim Derby zwischen Münster und Osnabrück passieren wird – und was nicht

Das Derby 2016/2017 direkt zum Saisonstart... und eines der miesesten Derbys aus Preußensicht. Eine leidenschaftslose Truppe verlor mit 0:1. (Foto: Schulte)
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Preußen Münster. VfL Osnabrück. Das direkte Duell. Normalerweise elektrisiert diese Paarung auf Wochen im Voraus. In diesem Jahr zog der blamable Saisonstart beiden Teams den Stecker. Dennoch können aus der Erfahrung der letzten Spielzeiten Prognosen erstellt werden. Was wird passieren und was nicht? Jan Ahlers weiß es schon am Vortag.

Was passieren wird: Beschwerden über die Parksituation

Auch bei erwarteten 10.000 Zuschauern müssen die Fans des SC Preußen wie gewohnt ausweichen, sofern sie mit ihrem Pkw anreisen. Media Markt, Soccerhalle und Novum freuen sich bereits auf vermeintliche Kundschaft, während die Gäste aus Niedersachsen den Flohmarktplatz vor der Geschäftsstelle zuparken. Immerhin sind die Sorgen bald vielleicht dahin. Schon 2018 könnten ja in Bösensell die Bagger anrollen, ein modernes Stadion entstehen. Könnten. Das Wort sind die Preußen gewohnt. Und daher vorsichtig.

Pyrotechnik – natürlich nur von den Gästen.

Denn die wissen ja gar nicht, wie schlecht es ihrem Club tatsächlich geht, wie sehr die zu erwartende Geldstrafe schmerzt. Die Osnabrücker können halt nicht wirtschaften und stehen immer mit einem Bein in der Insolvenz. Stimmt ja auch. Nur geht es den Adlerträgern mittlerweile ähnlich mies. Der Igel streckt seine Stacheln in den leeren Taschen. Nicht mal Geld für eine Trainerentlassung haben sie in der Tasche. Die Konsequenz: Der aktuelle Coach witzelt schon über seine Situation, obgleich andere mit seiner Bilanz längst ihre Sachen gepackt hätten. Benno Möhlmann kann es sich erlauben – es geht halt auch nicht ohne ihn.

Marcos Alvarez krümmt sich schmerzverzerrt am Boden…

Ach, Marcos Alvarez. Genau, DER Alvarez. Ein Spielertyp, den niemand wirklich mögen kann. Nicht einmal die eigenen Fans, wenn er nicht hin und wieder treffen würde. Ansonsten schummelt er sich mit hohem Einsatz und einigen Bauerntricks durch – und natürlich mit gehobener Schauspielkunst. Im Derby ist er stets besonders geladen, die Endorphine spielen verrückt. Wohin das führen kann? Vielleicht in einer Albernheit, wie er sie sich vor einem Jahr im Spiel gegen Erzgebirge Aue leistete. Hier ist das Video:

 

…und Halil Savran stürmt mit gesenktem Kopf hinzu.

Alvarez und Savran, da haben sich zwei gefunden. Fällt Alvarez, muss Savran beschützend hinzueilen. Gerne fährt er dann den Kopf nach unten, baut sich als Stier auf. Und holt sich irgendwann im Rudel wegen Meckerns die Gelbe Karte ab. Schwer zu sagen, wer der beiden im schwarz-weiß-grünen Lager die niedrigeren Sympathiepunkte holt. Aber es sind Typen, die ein Derby braucht. Und die Münster womöglich nicht mehr in seinen Reihen hat.

Preußen Münster jubelt am Ende

Das ist ja selbsterklärend. Zwei Mal hat Osnabrück zuletzt gewonnen, eine nette Geste des Sportclubs. Nun wird es wieder Zeit. Am Samstag drückt Adriano Grimaldi als Joker nach Verletzungspause seinem ehemaligen Verein den entscheidenden Treffer rein – und sorgt damit ganz nebenbei dafür, dass VfL-Coach Joe Enochs im Oktober auf kalifornische Heimatreise gehen darf.

Tabelle

20. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
15Osnabrück1921:29-821
16Zwickau2020:32-1221
17Münster1918:28-1018
18Bremen II2018:32-1417
19Chemnitz2026:37-1116

Was nicht passieren wird: Amaury Bischoff rückt in den Mittelpunkt…

Preußen gegen Osnabrück, das war Bischoffs Revier. Mal zirkelte er die Bälle unhaltbar ins Kreuzeck, schlug sich auf die Brust, küsste das Wappen und brachte ein Stadion zum Explodieren. Mal flexte er einen Gegner derart um, dass dieser nie wieder in der 3. Liga Fuß fasste. Das bekam er Monate darauf zurück, als jener Spieler – Tom Christian Merkens – als Zuschauer auf das Spielfeld lief und ihn so heftig schubste, dass Bischoff kurz über eine Anzeige nachdachte. Keine Frage: Münster vermisst den Spielmacher und von manchen Fans als Störenfried erkannten Kicker nicht. Im Derby wäre er aber Gold wert gewesen.

…oder Mehmet Kara...

Die große Derby-Geschichte von Mehmet Kara beschränkt sich auf Anfang 2013. Drei zu eins siegte der SCP, dreimal traf Kara. Binnen 14 Minuten schoss er Osnabrück im Alleingang ab. Schade, dass Trainer Pavel Dotchev nach der Leistung kein einziges lobendes Wort für seinen sensiblen Schützling fand. Denn davon erholte sich Kara nie. Mittlerweile ist er in die U23 abgeschoben, bekäme es am Sonntag mit SuS Stadtlohn zu tun... Ein Einsatz im Derby? Komplett ausgeschlossen.

„Wir steigen auf und ihr steigt ab“

Ein so schön überheblicher und daher liebenswerter Fangesang ist das. Angestimmt wird er am Samstag aber nicht. Es stehen schließlich beide im Keller, der Regionalliga nahe – für die berühmte große Klappe gibt es keinen Anlass. Dass dennoch Giftpfeile verschossen werden, ist selbstverständlich. Derby ist auch, wenn es nicht läuft.

„Fahne runter!“

Die Treuen werden etwas Gutes an der schweren sportlichen Situation finden. Immerhin ist im Stadion ausreichend Platz, selbst Gelegenheitsbesucher tun sich das ein wenig ausgelutschte Derby nicht mehr an. Zehntausend kommen, 1.600 davon tragen Lila-Weiß, die Auslastung auf den Stehplätzen der Ostkurve ist überschaubar. Die Ultragruppierungen werden folglich ihre Ruhe haben – erst recht, wenn die Regenprognose zutrifft. Würde irgendwie zu der tristen Situation der Klubs passen. 


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Samstag, 16. Dezember, 14 Uhr
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Stadthalle Hiltrup
 
Sa, 13.01. Fanklub-Fußballturnier
Sportpark Gievenbeck
 
Sa, 13.01. Preußen-Fanparty
Gievenbeck, Ort und Uhrzeit n.n.
 
So, 14.01. Außerordentliche Mitgliederversammlung
Mensa am Ring, 11 Uhr
 

Tabelle

20. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
15Osnabrück1921:29-821
16Zwickau2020:32-1221
17Münster1918:28-1018
18Bremen II2018:32-1417
19Chemnitz2026:37-1116

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