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Anträge abgelehnt
Aufsichtsrat des FC Schalke bremst Viagogo-Gegner aus

Januar 2013: Schalke-Fans protestieren gegen den Vertragsabschluss mit Viagogo. (Foto: Susanne Hein-Reipen)

Gelsenkirchen – [Update] So ein bisschen drängt sich der Verdacht auf, dem FC Schalke sei nicht an einer Diskussion über Viagogo gelegen. In der vergangenen Woche jedenfalls lehnte der Aufsichtsrat alle Anträge in Sachen Viagogo ab.

Am 29. Juni bittet der FC Schalke seine Mitglieder zur Versammlung. Eingebettet in ein Unterhaltungsprogramm, ergänzt um mögliche Neuzugänge in der Schalker Ehrenkabine - und möglichst ohne großen Krawall. Und den möglichen Krawall würden wohl die Gegner des Schalke-Partners Viagogo liefern.

Neun verschiedene Anträge hatte die Initiative "ViaNogo" eingereicht - und alle neun wurden vom Schalker Aufsichtstrat einkassiert. Mehr oder minder kommentarlos, wie es bei den Organisatoren heißt, die allerdings Formalfehler geltend machen wollen.

Das muss nicht zugleich das Aus für die Anträge bedeuten. Gemäß Satzung kann eine Zwei-Drittel-Mehrheit am kommenden Samstag dazu führen, dass über Anträge dennoch diskutiert und entschieden werden kann. Allerdings liegt damit die Hürde höher.

Zufrieden sind die Organisatoren allerdings nicht. Der Aufsichtsrat habe schlicht gar keinen der vielen Anträge zur Versammlung zugelassen, so Frank Zellin, Initiator der Aktion "ViaNOGo". Er kritisiert: Der Vorstand habe die Anträge "verschleppt", indem er sie den Mitgliedern nicht bekanntgegeben habe - und genau deswegen könnten sie nun nicht mehr zugelassen werden, so Zellin.

Pauschale Ablehnung

Wie auch immer. Der Aufsichtsrat habe ja durchaus das Gespräch mit den Antragstellern gesucht, so die Organisatoren. Die Begründung für die Ablehnung sei dabei pauschal und immer gleich gewesen: Einzig der Vereinsvorstand könne über "ideelle, sportliche, wirtschaftliche und sonstige Belange" des Vereins entscheiden.

Das ist ein grundsätzlich bemerkenswerter Passus (Satzung Punkt 8.5) - er kann ja auch als Freibrief für den Vorstand verstanden werden. In den weiten Grenzen der Satzung fällt schließlich fast alles, solange es nicht ausdrücklich dem Verein Schaden zufügt. Aber das tut Viagogo ja vordergründig nicht, im Gegenteil. Der Klub verdient an der Partnerschaft.

Dabei müssten sich beim Beobachter, legt man die Berichterstattung über das Unternehmen zugrunde, seit einiger Zeit die Fußnägel senkrecht stellen. Und gerade auf Schalke! Der Klub, der sich doch eigens eine lange Diskussion über ein Leitbild geleistet hat, in dem hehre Worte über Gemeinschaft stehen. "Malocherklub" nennt sich der Verein da - und kassiert nun an überteuerten Tickets kräftig mit. "Soziale Verantwortung" schreibt sich der Verein auf seine Fahnen - und sorgt mit der Abgabe von Tickets an Viagogo für eine Verknappung des Angebots. Was der Klub in seinen eigenen Ticket-Geschäftsbedingungen ausdrücklich untersagt, ist mit Viagogo plötzlich kommentarlos ausdrücklich erlaubt.

Das alles passt doch nur schwer zusammen mit einem Unternehmen, dessen Ruf gerade mit fragwürdig noch vorsichtig umschrieben wäre. Und in diesem Zusammenhang bekommt eine - wenngleich formaljuristisch korrekte - Entscheidung doch einen ganz anderen Geschmack.

Mehr:

Blog jp4: Mein Deal mit Viagogo
goal.com: "Wir tun Gutes"
Kölner Stadtanzeiger: Der moderne Schwarzmarkt

 

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9. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
3RB Leipzig916:10619
4Hoffenheim916:11516
5Schalke 04912:9316
6Hannover910:7315
7Eintracht910:9114
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