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Schalkes Jefferson Farfan (r) und der Leverkusener Sami Hyypiä versuchen den Ball zu spielen. Foto: dpa

Entwarnung nach Grippe

Farfan kann in Freiburg wohl auflaufen

04. Februar 2010 18:57 Uhr von Frank Leszinski | Quelle: Ruhr Nachrichten

Gelsenkirchen Wegen des ungewöhnlich langen und strengen Winters hat Jefferson Farfan seine Familie zurück in die peruanische Heimat geschickt. Dort ist die Gefahr von Erkältungen weitaus geringer. Doch jetzt hat es den Schalker Stürmerstar selbst erwischt.

Dachte zumindest Trainer Felix Magath, als sich Farfan bei ihm wegen einer vermeintlichen Grippe-Erkrankung abmeldete. 

Doch beim Training am Donnerstag stand der Stürmer dann wieder auf dem Platz – in kurzen Hosen.Und das bedeutet wohl: Auch beim Auswärtsspiel am Samstag in Freiburg kann Magath wieder auf Farfans Dienste bauen. Doch allein die zwischenzeitliche Möglichkeit eines krankheitsbedingten Ausfalls demonstriert den Stellenwert, den sich der Angreifer aktuell erworben hat.

Unter Magath aufgeblüht

Denn in seinem zweiten Schalke-Jahr ist Farfan unter der Leitung von Trainer Felix Magath regelrecht aufgeblüht. Seit Monaten spielt der Stürmer in überragender Form. Beim letzten Heimspiel gegen Hoffenheim sah sich Gäste-Trainer Ralf Rangnick schon nach 32 Minuten genötigt, seinen Abwehrspieler Eichner auszuwechseln. Der war nämlich zuvor vom Peruaner regelrecht schwindelig gespielt worden und stand kurz vor einem Platzverweis, weil er seinen trickreichen Gegenspieler nur durch Foulspiele bremsen konnte.

Neben seiner Torgefährlichkeit und Dribbelstärke zeichnet sich der Peruaner in dieser Saison auch durch ein enormes Laufpensum aus. Selbst bis an den eigenen Strafraum verfolgt Farfan seine Gegner. Er ist sich für keinen Laufweg zu schade. Auch die sprachliche Integration klappt endlich immer besser. Farfan mit breitem Lächeln: "Auf Schalke fühle ich mich zu Hause." Ein Ausfall des 25-Jährigen wäre aber auch für Kevin Kuranyi besonders bitter gewesen – zu sehr harmoniert das Duo derzeit.

Gefährliches Sturmduo

Farfan (sechs) und Kuranyi (elf) haben zusammen mehr Tore erzielt als der Rest der Schalker Mannschaft (14.). Und Kuranyi befeuert mit jedem seiner Treffer die öffentliche Diskussion aufs Neue, ob Bundestrainer Jogi Löw ihm nicht eine neue Chance in der Nationalelf einräumen soll. Magath vermeidet es tunlichst, dem Bundestrainer öffentliche Ratschläge zu erteilen. Nur ganz allgemein verstanden wissen will der Schalke-Trainer seinen Hinweis: "Ich bin immer gut beraten gewesen, mich als Trainer in meinen Aussagen nicht zu stark festzulegen."

Dass Kuranyi seine Nationalmannschafts-Ambitionen noch nicht ad acta gelegt hat, findet Magath gut: "Denn die Nationalelf ist eine besondere Motivation für Kevin." Das zeigt seine enorme Torquote in den vergangenen Partien. Kuranyi traf in vier der letzten sechs Partien der Königsblauen zum 1:0 und erzielte in jedem Rückrundenspiel ein Tor. Auch in Freiburg? Mit Unterstützung von Farfan? Der Samstag wird es zeigen.....


Bundesliga: 36. Spieltag

Samstag, 05.05.12 - 15:30 Uhr

Werder Bremen

FC Schalke 04
2:3
(1:1)
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