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Die Schalker Mannschaft habe ihre Lektion aus der Pokalniederlage gelernt, sagt Joel Matip (2.v.r.). Im Hinspiel am 28. August besiegte Schalke Gladbach 1:0. Foto: NBM Fotodesign: Karsten Rabas

Harte Gegner warten

Schalke vor richtungsweisenden Spielen

08. Februar 2012 07:58 Uhr von Boris Spernol | Quelle: Recklinghäuser Zeitung

Gelsenkirchen Einige hartgesottene Fans hatten zwar am Dienstagmorgen den Weg zum Schalker Trainingsgelände gefunden. Doch sie konnten nur beobachten, wie bei eisigem Wind allmählich ihr Kaffee im Becher gefror und vereinzelte Schneeflöckchen über dem Platz tänzelten. Trainer Huubs Stevens hatte seiner Mannschaft eine Halleneinheit verordnet.

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Angesichts der extremen Witterungsbedingungen von zehn Grad unter Null wollte Stevens bei seinem Doppeltrainingstag keine unnötigen Risiken eingehen und beschränkte sich auf eine Übungseinheit im Freien am Nachmittag. Den Schalker Spielern stand dabei noch immer etwas die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Auch drei Tage nach dem 1:1 gegen Mainz, wusste zum Beispiel Joel Matip keine Antwort auf die Frage, warum die Mannschaft am Samstag erst in der zweiten Halbzeit richtig auf dem Platz stand: „Ganz ehrlich, wenn wir das wüssten, würden wir es sofort abstellen, aber so einfach ist das nicht.“ Auch Matip, als Sechser eine feste Größe in Schalkes Elf, hatte am Samstag nicht seinen besten Tag.

Zwei Punkte auf BVB verloren

„Es ist natürlich schade, dass wir auf den BVB zwei Punkte verloren haben, zum Glück haben Gladbach und Bayern ja auch nur Unentschieden gespielt“, sagte sein Mannschaftsgefährte Marco Höger, der damit klar machte, wohin sich die Schalker orientieren. Die leicht abgeschlagenen Konkurrenten um die europäischen Plätze, Leverkusen und Bremen, hingegen erwähnte er nur am Rande. Höger bedauerte aber auch, „dass das Publikum uns nicht so unterstützt hat, als wir zurücklagen. Wir können nicht immer schon zur Pause 3:0 führen.“ Da aber auch Bayern München und Gladbach patzten, habe sich an der Ausgangslage jedoch noch nicht viel verändert, so Höger.

Gladbach, Wolfsburg, Bayern

In Mönchengladbach beginnen für die Schalker am kommenden Samstag die „Wochen der Wahrheit“, in denen die Königsblauen nicht nur in der Bundesliga zunächst den VfL Wolfsburg empfangen und dann bei Bayern München antreten müssen, sondern in denen sie auch die beiden Europa-League-Partien gegen Viktoria Pilsen vor der Brust haben. Das ist den Spielern bewusst. „Danach wissen wir vielleicht schon, wohin die Reise am Ende der Saison gehen könnte. Das Spiel in Mönchengladbach ist für uns sehr wichtig“, erklärte Joel Matip, der sehr froh ist, dass Jefferson Farfan nach seiner Verletzung wieder in die Schalker Mannschaft zurückgekehrt ist.

„Farfan ist eine große Verstärkung, das war auch am Samstag gegen Mainz bereits zu sehen“, sagte Matip – nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass der Peruaner ja bei der Pokalniederlage in Gladbacher im Dezember gefehlt hatte. Matip: „Gerade zu Hause ist Borussia Mönchengladbach sehr stark, das wissen wir. Dementsprechend werden wir uns auf diese Begegnung vorbereiten.“

DFB-Pokal Pflichtprogramm

Höger sieht ohnedies erhebliches Steigerungspotenzial im Vergleich zum Pokalfight: „Da haben wir als Mannschaft nicht gut funktioniert, egal, ob Defensive oder Offensive. Gladbach ist zu Hause eine starke Macht, aber auch wir haben auswärts unsere Punkte geholt.“ Nicht zuletzt deshalb ist die Live-Übertragung der DFB-Viertelfinalpartie der Gladbacher bei Hertha BSC am Mittwochabend für die beiden „Pflichtprogramm“. Und gegen eine Verlängerung hätten Höger und Matip dabei nichts einzuwenden.


Bundesliga: 36. Spieltag

Samstag, 05.05.12 - 15:30 Uhr

Werder Bremen

FC Schalke 04
2:3
(1:1)
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