Der FC Schalke 04 auf Twitter & Facebook

Unser Service... Schalke-Artikel exklusiv auf Twitter @westline_s04 und Facebook

Der stocksaure Spielbericht
Ein königsblaues Versagen mit Ansage

(Foto: Hein-Reipen)
(Foto: Hein-Reipen)
407

Darmstadt – Erfahrene Schalker ahnen es schon am Samstagabend: Wenn alle anderen Mannschaften für Schalke spielen, jeder einen Sieg beim Tabellenschlusslicht erwartet und Schalke mit einem Sieg echte Bigpoints machen und direkt drei Plätze klettern könnte, geht das selten gut. Und tatsächlich: Mit einer über weite Strecken indiskutablen Leistung verlieren die Königsblauen mit 1:2 in Darmstadt. Susanne Hein-Reipen war live dabei und ist auch nach einer Nacht drüber schlafen noch sauer.

Auf der Hinfahrt zieht das Aprilwetter alle Register, von kräftigen Hagelschauern bis strahlendem Sonnenschein ist entlang der A 3 alles vertreten. Zusätzlich steckt die Niederlage in Amsterdam noch in den Knochen. Vielleicht wäre eine gemütliche Ostereiersuche zuhause ja doch keine schlechte Idee gewesen…?

Old-School-Fußballfeeling

In Darmstadt geht die Lauferei los: Zum Gästeblock einmal durch den Wald, zur Haupttribüne gute anderthalb Kilometer durch die beeindruckende Architektur der Technischen Universität Darmstadt, Hochschulstadion inklusive. Das ist Fantrennung… aber Bewegung ist ja gesund.

Auch am Haupteingang des „Jonathan-Heimes-Stadions am Böllenfalltor“ fühlt man sich in den Fußball der Achtziger zurückversetzt. Der VIP-Bereich ist ein Zeltcontainer, das „Catering“ draußen besteht aus einem ansehnlichen Holzkohlegrill. Dafür sind die offerierten Feuer- und Paprikawürstchen superlecker und die Besatzung sehr freundlich und hilfsbereit.

Im Zeichen der Lilie – Du musst kämpfen!

Auch der Stadionsprecher heißt die Gästefans sehr nett willkommen. Seit dem letzten Schalker Gastspiel in Darmstadt im Januar 2016 hat das Stadion nicht nur den Namen gewechselt – die Bezugnahme auf einen an Krebs verstorbenen Fan dürfte weltweit einzigartig sein - , sondern auch in den Kurven zwei neue kleine Tribünen dazubekommen. Die Gegengerade, auf der sich auch der Gästebereich befindet, ist immer noch „Open Air“. Das Motto „Im Zeichen der Lilie – Du musst kämpfen!“ ist allgegenwärtig, ob auf Tribünen oder Trikots.

Auch die Schalker Kurve skandiert bereits vor dem Anpfiff ein kräftiges „Auf geht‘s Schalke, kämpfen und siegen!“, schlackert aber bei der Aufstellung mit den Ohren. Badstuber und Kehrer für die etatmäßigen Innenverteidiger Höwedes (Wade) und Nastasic (5. Gelbe), dazu ohne Kolasinac (Adduktoren), Bentaleb und Schöpf (Bank). Mit Geis und Aogo, au weia.

Das Musikprogramm der „Lilien“ klingt phasenweise nach Hardrock und hebt sich deutlich von anderen Stadien ab. Dazu gibt es eine kleine, aber feine blau-weiße Choreo mit dem Vereinswappen.

Frühes 1:0

Nach dem Anpfiff ist auf dem Platz erst einmal Abtasten angesagt, auf den Rängen liefern sich Usual Suspects und Ultras Gelsenkirchen einen Wettstreit um die akustische Lufthoheit. „Um die halbe Welt sind wir gefahr’n, immer wieder feuern wir Euch an…!“

Zehn Minuten und einen Torschuss von Caligiuri später sieht es so aus, als würde Schalke das Spiel in den Griff bekommen. Es bleibt allerdings beim Aussehen, denn kein Schalker fühlt sich für Heller verantwortlich, der über den halben Platz spazieren und zu Vrancic passen kann, der ebenso unbedrängt aus kurzer Distanz zum 1:0 vollstrecken kann (11.).

Erfolg ist eine Einstellungssache

Prompt wird der Support der Heimfans lauter, SVD-Wechselgesänge, „Steht auf wenn Ihr für Darmstadt seid“ und „SV Darnstadt olé“ klingen durchaus vertraut. An der Seitenlinie macht Darmstadt-Coach Torsten Frings kaum weniger Meter als seine Spieler, coacht, rennt, schreit und gestikuliert während des gesamten Spiels. Markus Weinzierl tritt wütend vor das Trainerbänkchen, auf dem – kleine Ironie – ein Sponsor den schönen Werbespruch „Erfolg ist eine Einstellungssache“ aufgedruckt hat.

Die Schalker Spieler sind nun feldüberlegen, aber ideenlos. Avdijaj sorgt bei seinem ersten Einsatz nach zwei Monaten im Sturm mit zwei Schussversuchen (14., 21.) für ein wenig Belebung, ansonsten gibt es wenig mehr als Standardsituationen.  Kehrer (18.), Badstuber (18.) und Burgstaller (20.) scheitern allesamt an Keeper Esser, ein Distanzschuss von Meyer (31.) verfehlt das Tor. Die Schalker Kurve supportet mit „Für deine Farben leben und sterben wir“ und fordert lautstark „Wenn wir uns‘re Stimme heben, sollst Du immer alles geben…!“ „Alles“ ist bis zur Pause ein Freistoß von Geis (34.) und ein Schlenzer von Heller (39.).

Weiter auf Seite 2

 


Lade Forenbeiträge...
Zurück zur Übersichtsseite

Nächstes Spiel

Bundesliga
Sommerpause
-
Spielplan | Kader | Schalke-Forum

Weitere Schalke-Termine

25. Juni Jahreshauptversammlung FC Schalke  

FC Schalke 04