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Rückblick
Das war Schalke im 04. Quartal 2016: Siegesserie, Tomatenschiris und viel Tee

(Foto: Susanne Hein-Reipen)
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Gelsenkirchen – Winterpause, Jahreswechsel – das bedeutet auf Schalke oft die Hoffnung auf eine bessere königsblaue Zukunft. Mit 104%iger Sicherheit aber heißt es, dass alle Schalker auf ein ereignisreiches und turbulentes Jahr zurückblicken können, denn dieser großartige, verrückte, verdammte, geliebte Verein kann alles außer langweilig. Susanne Hein-Reipen lässt das Jahr 2016 aus Sicht der Schalkefans „Paroli laufen“, heute: Das vierte Quartal und damit der Abschluss des Jahres.

Das 04. Quartal 2016 beginnt für Schalker denkbar ungünstig: Mit null Punkten und einem kapitalen Fehlstart auf dem letzten Platz der Bundesliga. Und die erste Verlautbarung des Vereins sorgt ebenfalls für Ärger: Ein Weihnachtssingen in der Arena soll es sein – und das genau an demselben Tag, an dem bereits das Adventssingen des Supporters Clubs in der Glückaufkampfbahn angesetzt ist. Die Fans kritisieren die fehlende Terminabsprache und sehen die Bemühungen um die Belebung der Schalker Meile torpediert.

Sportlich hingegen geht es im Oktober deutlich bergauf: Mit einem satten 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach platzt der Knoten in der Liga – und wie! Zur Pause steht es in der Veltins-Arena noch 0:0, aber dann verwandelt Choupo-Moting einen nicht ganz zwingenden Elfmeter und Schalke kommt ins Rollen. Kolasinac auf Embolo, Embolo auf Choupo-Moting und Goretzka und noch einmal Embolo mit einem wunderschönen Solo trotz Strauchelns im Strafraum und es steht 4:0. Die Nordkurve feiert begeistert „der S 04 ist wieder da-ha“, der junge Doppeltorschütze strahlt überglücklich in die Runde. Die Stimmung für die Länderspielpause ist gerettet.

Breel Embolo ist dann auch der Mann der nächsten beiden Spieltage, aber leider anders als gedacht. 21 torlose Minuten sind in der WWK-Arena in Augsburg gespielt, als Kostas Stafylidis an der Eckfahne die Blutgrätsche auspackt und Embolo von schräg hinten von den Beinen senst. Die fast 5.000 mitgereisten königsblauen Fans befürchten bereits das Schlimmste, als er mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Bahre vom Platz getragen wird. 

Das Duell zwischen Augsburg und Schalke endet 1:1, dem ersten von HawkEye anerkannten Schalker Führungstreffer von Bentaleb folgt der Ausgleich von Baier, nach dem Spielverlauf zwei verlorene Punkte für die Knappen. Die schaurige Diagnose bei Embolo: Sprunggelenk gebrochen, Wadenbein durch, Syndesmose- und Innenband gerissen. Tragisch für den sympathischen jungen Schweizer, der gerade richtig in Form kam – und extrem frustrierend für alle Schalker, die sich in der Folgezeit noch über die Ausreden des nur mit Gelb bedachten Treters und seines Trainers ärgern müssen.

Als nächstes steht die EL-Partie beim FK Krasnodar, schärfster Konkurrent um den Gruppensieg, an. Dank eines Knallertores von Konoplyanka – seinem ersten Pflichtspieltreffer für Schalke – siegt Schalke in der futuristischen neuen Arena verdient mit 1:0.

Sieg gegen Mainz

Auch in der Bundesliga schwimmt Schalke obenauf: Mit 3:0 wird Heidels Ex-Verein Mainz 05 besiegt. Vor dem Spiel gibt es eine beeindruckende Solidaritätsbekundung für Breel Embolo: Die ganze Arena besteht aus lauter Embolos! Alle Spieler machen sich in „get well soon“-Shirts warm, beim Verlesen der Mannschaftsaufstellung werden tausende Poster mit seinem Konterfei und ein großes „gute Besserung Breel“-Transparent hochgehalten und bei jedem Spieler der Nachname EMBOLO geschmettert. Auf dem Platz setzte Trainer Markus Weinzierl erstmals in der Liga auf eine Dreierkette mit Höwedes, Naldo und Nastasic; davor wirbelt Nabil Bentaleb in absoluter Galaform und erzielt nicht nur das erste und dritte Tor, sondern ist als Denker und Lenker überall präsent. Tor Nummer zwei steuert Max Meyer nach einer schönen Vorarbeit von di Santo bei.

Die nächste englische Woche führt den FC Schalke 04 zur zweiten DFB-Pokal-Runde nach Nürnberg. Auf den Rängen regiert die Fanfreundschaft u. a. mit gemeinsamem Schmettern beider Vereinslieder und einem farbübergreifenden Bekenntnis zum eingetragenen Verein; auf dem Platz sieht es zunächst nach einer ganz klaren Sache aus: Zweimal Konoplyanka und Huntelaar schießen zur Pause eine beruhigende wie verdiente 3:0-Führung heraus. Beruhigend? Hey, wir reden von Schalke!

Remis im Derby

Und so wird es in der zweiten Halbzeit doch noch ein äußerst spannender Pokalfight, weil mit Bentaleb, Meyer und Konoplyanka die stärksten königsblauen Akteure der ersten Halbzeit für das Derby geschont werden und der „Glubb“ durch ein unglückliches Eigentor von Baba und einen von Caicara verursachten und von Kempe knallhart verwandelten Elfmeter zum 2:3 aufschließen kann. Gute 20 Minuten Hardcore-Zittern sind angesagt, aber Schalke bleibt der glückliche Sieger. Trotzdem feiern beide Fanlager gemeinsam weiter.

Der Oktober endet mit dem „Spiel aller Spiele“, dem Ruhrpottderby. Aufgrund der ansteigenden Form ihrer Mannschaft und Abwehrproblemen der „Schwarzgelben“ schöpfen die Schalker Fans Hoffnung, dass es ein ausgeglicheneres Spiel wird als zuletzt. Zu Tausenden verabschieden sie die Mannschaft im strömenden Regen beim Abschlusstraining in die „verbotene Stadt“. Huntelaar fällt überraschend aus, dennoch werden die Hoffnungen erfüllt: Das Derby wird ein Spiel auf Augenhöhe, das mit einem leistungsgerechten 0:0 endet.

Obwohl rund um die „Wellblechhütte“ ein gigantisches Polizeiaufgebot im Einsatz ist, kommt es zu einigen unschönen Szenen, welche die Abteilung Fanbelange veranlassen, eine kritische Nachbesprechung des Anreisekonzepts einzuberufen. Im Stadion hingegen bleibt trotz einiger Provokationen mit in der Veltins-Arena gestohlenen Zaunfahnen und brennenden Schals alles friedlich; die erste Halbzeit dominiert Königsblau, in der Zweiten haben die Hausherren mehr vom Spiel. Sonderapplaus gibt es für Sead Kolasinac und die schönste Derby-Grätsche seit Jermaine Jones Kevin Großkreutz umflexte.

 

 


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