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Rückblick
Das war Schalke im zweiten Quartal 2016: Achterbahnfahrt, Trainerwechsel und JHV

Joel Matip hat den FC Schalke 04 im Sommer in Richtung Liverpool verlassen. (Foto: Susanne Hein-Reipen)
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Gelsenkirchen – Winterpause, Jahreswechsel – das bedeutet auf Schalke oft die Hoffnung auf eine bessere königsblaue Zukunft. Mit 104%iger Sicherheit aber heißt es, dass alle Schalker auf ein ereignisreiches und turbulentes Jahr zurückblicken können, denn dieser großartige, verrückte, verdammte, geliebte Verein kann alles außer langweilig. Susanne Hein-Reipen lässt das Jahr 2016 aus Sicht der Schalkefans „Paroli laufen“, heute: Das zweite Quartal.

Wir erinnern uns: Das erste turbulente Quartal 2016 hat Schalke auf Platz 04 abgeschlossen; die Hoffnungen der treuen königsblauen Fans gehen daher klar in Richtung CL-Qualifikation. Als erster Stolperstein auf dem Weg dorthin steht im April das Gastspiel in Ingolstadt an, das erste Aufeinandertreffen von Schanzern und Schalkern in Ingolstadt überhaupt. Bei wunderbarem Frühlingswetter begleiten rund 2.000 Königsblaue die Mannschaft in das mit Abstand kleinste Stadion der Bundesliga und beschallen das staunende Heimpublikum lautstark mit der neuesten Kreation „Vom Berger Feld da kommen wir, Ruhrpottkanaken aus dem Ruhrrevier, ohne Arbeit und ohne Geld, reisen wir um die halbe Welt…“. Auf dem Feld aber staunt Königsblau.

Derby

Nach einer halbwegs ausgeglichen ersten halben Stunde bringt ein umstrittener Foulelfmeter die Hausherren in Führung, danach spielt nur noch eine Mannschaft und die trägt leider nicht blau. Der 3:0-Endstand ist der bis dato höchste Bundesligasieg der Ingolstädter überhaupt, Schalke hingegen rasselt auf Platz 7 runter. Die Schalker Kurve schreit der Mannschaft erbost einige „Arbeitsaufträge“ für das anstehende Heimderby entgegen.

Vor dem Derby besetzen einige verirrte Schwarzgelbe die Glückaufkampfbahn, in der Arena bleibt es hingegen ruhiger als bei den vorangegangenen Aufeinandertreffen, auch wenn einige Transparente und ein Galgen inklusive schwarzgelber Gummipuppe beim Political-Correctness-TÜV vermutlich Probleme bekommen hätten. Konsensfähig ist hingegen das während der gesamten Aufwärmphase in der Nordkurve hochgereckte Banner „Spieler in unseren Farben: laufen, grätschen, sprinten & kämpfen bis zum Umfallen!“ 

(Foto: Susanne Hein-Reipen)

2:2 steht es am Ende zwischen den „Zecken“ und Schalke, nach zweimaligem Rückstand sicher nicht das schlechteste Ergebnis. Nicht wenige Knappen wurmt es trotzdem, dass Tuchel zunächst glaubte, Schalke im Vorbeigehen zwischen den EL-Duellen mit Klopps Liverpool ohne Reus, Mkhitaryan, Aubameyang und Schmelzer besiegen zu können.

Auch neben dem Platz knirscht es ein wenig, als der Aufsichtsrat mit gründlicher Verspätung, aber zum Teil ohne die in der Satzung vorgesehene Begründung über die Zulassung bzw. Ablehnung der Satzungsanträge entscheidet. Die Lizenz hingegen wird ohne jegliche Auflagen und Bedingungen erteilt, das neue Heimtrikot mit blauem Farbverlauf erntet weitgehend Zustimmung. Der bereits ausgeliehene Christian Clemens wechselt endgültig nach Mainz.

Der Zug in Richtung Champions League fährt ab...

Erwartungsgemäß wenig bis nichts zu bestellen hat Schalke trotz unermüdlicher Anfeuerung der Fans beim folgenden Auswärtsspiel in München. Bis zur Pause stimmt zumindest die Defensivleistung der Fünferkette, aber danach drehen die Bayern auf und kommen durch einen Doppelpack von Lewandowski und einen Treffer von Vidal zu einem 3:0-Erfolg. Das einzig Gute an diesem Spieltag ist, dass auch die unmittelbaren Konkurrenten um die internationalen Plätze nicht punkten können.

Mit Bayer Leverkusen kommt einer dieser Rivalen am folgenden Spieltag in die Veltins-Arena. Trotz des fünften (von sieben) verschossenen Elfmeters von Huntelaar liegt Schalke nach einer halben Stunde durch Tore von Choupo-Moting und Sané vollkommen verdient mit 2:0 vorne, zur Halbzeit gibt es lauten Szenenapplaus. Doch wenn es einen Rekordmeister in „mit dem Hintern einreißen, was vorne aufgebaut wurde“ gäbe, hieße er Schalke. Nach der Pause sind die Spieler nur körperlich auf dem Platz anwesend. Die geistige Abwesenheit rächt sich übel: In nur sechs Minuten drehen drei Tore für Bayer die Partie vollkommen. Das 2:3 ist dann trotz einiger königsblauer Zuckungen auch der Entstand, der direkte Zug Richtung Championsleague damit bei neun Punkten Rückstand abgefahren. Trainer Breitenreiter stammelt in der Pressekonferenz von einem „Tiefschlag“ und attestiert Huntelaar, eine Elfmeter-Quote „wie unser Zeugwart“ zu haben. Die ohnehin schwelende Trainerdiskussion wird lauter.

Die nächste Auswärtsfahrt führt als „Abschiedstournee“ nach Hannover, wo traditionell eine riesengroße Schalker Auswärtsdelegation aufschlägt. Neben viel Geduld für eine fast 24stündige Vollsperrung der A 2 gibt es eine Choreo „Einzig und allein – Hannoverscher Sportverein“ zum besiegelten Bundesligaabstieg und drei Punkte für Schalke zu bestaunen. Choupo-Moting, Huntelaar und Schöpf schießen den 3:1-Erfolg für Schalke heraus.

 


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