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Guido Burgstaller weiß, was Schalker wünschen

(Foto: Hein-Reipen)
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Guido Burgstaller. Manche haben ihn anfangs unterschätzt. Nur ein günstiger Ersatzspieler, ein "Lückenfüller" für die verletzten Stars. Tja, manchmal läuft es anders. Heute wird der ehemalige Nürnberger gefeiert. Unsere Geschichte von Susanne Hein-Reipen...

Als Anfang Januar verkündet wurde, dass Guido Burgstaller vom 1. FC Nürnberg zum FC Schalke 04 wechselt, glaubten viele Fans an einen preiswerten „Notstopfen“ zur kurzfristigen Überbrückung des Stürmerlazaretts. Zweitligastürmer, Ablöse 1,5 Millionen, technisch eher rustikal unterwegs…  Knapp sechs Wochen später haben die Schalker den 27jährigen Österreicher innig ins Herz geschlossen. Als er beim umjubelten Heimsieg gegen Hertha BSC in der Nachspielzeit für Alttorjäger Huntelaar vom Platz ging, gab es stehenden Applaus und lautstarke „Gudo, Guido“-Sprechchöre.

Guido Burgstaller ist auf dem allerbesten Weg, die zur Winterpause ein wenig ramponierte Transferbilanz von Manager Christian Heidel deutlich aufzubessern: Bislang ist er die Neuverpflichtung mit dem mit Abstand besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Betrachtet man sein fußballerisches „Vorleben“, war der phantastische Start der neuen Nummer 19 auf Schalke nicht unbedingt abzusehen: Der gebürtige Villacher durchlief erst mehrere Kärntner Vereine, bevor er 2014 von Rapid Wien zu Cardiff City wechselte. Beim englischen Zweitligisten reichte es jedoch gerade einmal zu 3 Einsätzen, danach stand Burgstaller nicht mehr im Kader und flüchtete nach einem halben Jahr weiter zum 1. FC Nürnberg. Auch die Karriere in der österreichischen Nationalmannschaft schien beendet. Doch in Franken entwickelt sich Burgstaller schnell zum Stammspieler und erzielte in der Rückrunde sechs Treffer. In der folgenden Spielzeit absolvierte er für die ambitionierten „Glubberer“ 33 von 34 Ligaspielen – eins verpasste er aufgrund einer Gelbsperre – und traf dabei 13mal. Er kam dabei neben der geliebten Mittelstürmerposition auch als Linksaußen, Rechtsaußen und hängende Spitze zum Einsatz.

Guido Burgstaller. (Foto: dpa)
Guido Burgstaller. (Foto: dpa)

In der Hinrunde der Saison 2016/2017 war Burgstaller mit 14 Toren und einer Vorlage in 16 Spielen Top-Torjäger der zweiten Bundesliga und bekam in der Rangliste des kicker-Sportmagazins das Prädikat „Herausragend“.  Eine gewisse Skepsis war auf Schalke trotzdem zu spüren, da beispielsweise Christian Clemens ebenfalls mit einer glänzenden Zweitligavita ausgestattet war und sich nie richtig durchsetzen konnte. Würden die technischen Fähigkeiten Burgstallers reichen, um bei einem ambitionierten Bundesligisten mitzuhalten?

Die Skepsis ist Begeisterung gewichen: Burgstaller ist kein Filigrantechniker, scheut sich aber nicht, dahin zu gehen, wo’s wehtut. Das Schalker Offensivspiel ist mit ihm deutlich druckvoller und gefährlicher geworden.  Mit 1,87m und einem breiten Kreuz ausgestattet, wirft sich Burgstaller ins Getümmel und gibt keinen Ball verloren. Wenn er umgesenst wird, rappelt er sich ohne großes Theater wieder auf. So viel Hartnäckigkeit und Einsatzbereitschaft wissen die Fans des „Kumpel- und Malocherclubs“ zu schätzen. „Juhu, wir haben wieder einen Vollblutstürmer“ oder „der erinnert mich an „Boxer“ Täuber“ sind nur zwei der anerkennenden Äußerungen zu Burgstallers Spielweise. So gelangen ihm beim ersten Einsatz der späte Siegtreffer gegen Ingolstadt und der Führungstreffer gegen Hertha. Und mittlerweile ist das „Phantombild“ auf dem Würfel auch einem echten jubelnden „Burgi“ gewichen.

Auch auf dem Trainingsplatz gibt Burgstaller alles – erst auf dem Feld, dann an der Selfie- und Autogrammfront. Freundlich hält er seine Tattoos auch neben der Gelsenkirchener Omma in die Kamera, die „dem Jung“ danach angesichts der eisigen Temperaturen empfiehlt, doch wenigstens eine Mütze anzuziehen, wenn schon keine lange Hose...

Nein, Jammern ist eindeutig nicht Burgstallers Geschäft – und das finden die Schalker auch gut so. Die Ovationen des Wochenendes kommentiert er bescheiden  mit „Der Applaus ist sehr schön und freut mich natürlich. Es ist immer einfach, wenn man bei einem neuen Club direkt gut aufgenommen wird. Die Mannschaft hat es mir auch sehr leicht gemacht. Ich fühle mich sehr wohl und bin glücklich darüber, dass ich hier Fußball spielen darf. Wer mich kennt, weiß, wie ich agiere. Ich gebe immer mein Bestes, das habe ich auch vom ersten Tag an auf Schalke getan. Das klappt bislang ganz gut. Aber ich mache im Grunde nicht viel anders als noch zu Zweitligazeiten.“

Burgstallers Vertrag auf Schalke läuft bis zum 30. Juni 2020. Wenn er weiterhin so malocht, wie er das bei seinen ersten Auftritten im königsblauen Dress getan hat, werden die Schalker auch nach der Rückkehr von Breel Embolo noch viel Spaß an ihm haben.

Dazu auch auf schalke04.de: Guido Burgstaller: "Mache nicht viel anders"

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern1737:112641
2Schalke 041728:21730
3Dortmund1739:241528
4RB Leipzig1625:22328

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