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Mit Schalke bei PAOK Saloniki (3)
Königsblaue Postkarte: Durch diese enge Gasse muss Schalke...

(Foto: Hein-Reipen)
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Saloniki – Nur am „Weißen Turm“ und in den organisierten Shuttlebussen könne die griechische Polizei die Sicherheit der mitgereisten Schalke-Fans garantieren, hieß es vorher. Susanne Hein-Reipen berichtet, was wirklich alles los war...  

Dazu auch: Auseinandersetzungen vor dem Schalke-Spiel

Liebe Schalker, liebe Mitleser,

es gab wohl nicht viele Schalker in Saloniki, die aufgrund der drastischen Warnungen vor der „absolut ernsten Lage“ und den strikten Auflagen nicht mit einem leicht mulmigen Gefühl zum Treffpunkt am „Weißen Turm“ aufgebrochen sind.

Tagsüber in der Stadt ist es weitgehend friedlich geblieben, obwohl etliche Fans beider Lager offen im Straßenbild unterwegs waren. Nur auf der Promenade, wo die Bars fest in königsblauer Hand waren, ging die Scheibe des Imbisses "Mikel" zu Bruch. Schade!

Ab 15 Uhr sammeln sich dann immer mehr Schalker am "Weißen Turm", teilweise in Zivil, teilweise farbentragend. An der Ostseite stehen drei komplett vergitterte Mannschaftswagen der Polizei, auf dem Platz selber dominiert Dosenbier und gute Laune. Für Schalker Auswärtsverhältnisse ist es allerdings sehr ruhig. Die S04-Crew marschiert über den Platz und erklärt einzelnen Grüppchen den Ablauf. Der Sonnenuntergang inklusive "Piratenschiff für Arme" ist spektakulär, aber danach wird es im wahrsten Sinne des Wortes schattig.

Alle sind gespannt: Werden wirklich schon beim Einsteigen in die Busse Karten, Ausweise und Klamotten polizeilich kontrolliert? In Tripolis hatte die vorher heiß umstrittene Personalisierung der Karten niemanden interessiert... Um es kurz zu machen: Das ist dieses Mal anders, GANZ anders. Gegen 18.20 Uhr fahren die ersten Busse vor, die Meute trabt in die angegebene Richtung - und *ups* dort stehen zwei Busse Nase an Nase. Und durch den schmalen Spalt müssen die Schalker e-i-n-z-e-l-n hindurch, während gepanzerte, bewaffnete und behelmte Polizisten mit Schutzschilden und böser Miene Spalier stehen. Für wenige Meter bedeutet das ca. 50 Minuten Gedränge, dann folgen 4 (!!!) Kontrollringe: Kartencheck, extrem gründlicher Bodycheck, Eierkraulen bei den männlichen Schalkern inklusive, Check mit einem Metalldetektor, Kartenkontrolle 2.0 am Bus. Alle sind schweißgebadet und happy, als wir endlich rollen. Allseitiges Fazit: Das Missverhältnis zwischen den Schikanen, denen Schalkern insbesondere in Südeuropa ausgesetzt sind, und der Rücksichtsnahme auf Gäste und ihre Befindlichkeiten in Gelsenkirchen wird immer krasser!

Immerhin: Die Busse sind in passablem Zustand und gut geheizt und die Polizei macht den Weg frei. Auch auf vielen Brücken stehen Streifenwagen mit Blaulicht, wir mutmaßen: Gegen Wurfattacken auf die Fahrzeuge.Der Konvoi stoppt nach ungefähr 25 Minuten am erleuchteten Toumba-Stadion, das von außen trotz der großen Renovierung 2004 ziemlich runtergekommen aussieht. Doch es tut sich erst einmal nichts, außer dass die Temperatur in den ohnehin warmen Bussen steigt und steigt, was in dicker Winterkleidung und eng aneinandergedrängt nicht besonders angenehm ist. Nach einer Viertelstunde Sauna ohne Aufguss kommt die Ansage: Die Schikanen gehen weiter. Aussteigen mit geöffneten Jacken, Karten und Ausweise in den erhobenen Händen. Zivile Schals, Feuerzeuge und loses Kleingeld wird konfisziert. Schwerverbrecher ole!

Es dauert weitere 40Minuten in dem völlig überheizten Bus, bis wir aussteigen dürfen. Mittlerweile tropft das Kondenswasser von den Scheiben, es riecht nach Pumakäfig und alle sind klatschnass geschwitzt. Sehr gesund, so in die Kälte zu müssen. 

Es folgen drei weitere (!!!) Kontrollen, bei denen u. a. alle Münzen aus den Geldbörsen genommen werden. Begründung für den offiziellen Diebstahl: It's not allowed!

Das, was heute in Saloniki mit den Schalkefans abgelaufen ist, hat NICHTS mehr mit Sicherheit oder Fairness zu tun. Das war reine Schikane, die dazu dienen soll, dass internationale Fans einen großen Bogen um Griechenland machen. 

Jetzt ist der Verein aufgefordert, die Missstände gegenüber der Uefa klar zu thematisieren. Das MUSS einfach Konsequenzen haben!

Mit blau-weißen Grüßen
Susanne

 

 


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