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90 Minuten mit Mike „Buyo“ Büskens
Mike Büskens: "Hier auf Schalke rennen nur Bescheuerte rum, das passt!"

(Foto: Hein-Reipen)
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Gelsenkirchen – Wenn aus angekündigten 90 Minuten satte drei Stunden werden und sich die Zuhörer trotzdem nur ungern trennen, ist klar: War mal wieder ein toller Abend! Von herzhaftem Lachen bis dickem Kloß im Hals waren alle Gefühle vertreten – und das lag neben der wunderbar offenen Hauptperson an Gästen wie Werner Hansch, Youri Mulder und Rachid Azzouzi, die neben Dönekes aus der Vergangenheit auch einen tiefen Einblick in „Buyos“ Gefühlswelt und das aktuelle Fußballgeschehen boten. Susanne Hein-Reipen berichtet ausführlich.

Anpfiff durch Moderator Jörg Seveneick ist natürlich um 19.04 Uhr, doch diesmal fällt die Einleitung kurz aus: Wenn eine Veranstaltung mit einem Spieler knapp eine halbe Stunde nach Bekanntgabe restlos ausgebucht ist, muss man ihn nicht mehr vorstellen. Seveneicks Beschreibung „Doch er hat nicht nur jahrelang unser Trikot getragen und Titel geholt, da ist viel mehr, seine DNA entspricht der DNA des Vereins!“ trifft es genau und so wird Mike Büskens von donnerndem Applaus der gut 150 Schalker im Medienzentrum begrüßt.

Wie aus Michael Buyo wurde

Warum eigentlich Buyo? Büskens klärt auf, er schwärme bis heute für Real Madrid, wo seinerzeit Francisco Buyo Sánchez zwischen den Pfosten stand. Von „Buyo“ bis „Büskens“ sei es ja nicht so weit, auch wenn er außer der legendären Partie in Leverkusen, wo er für den vom Platz geflogenen Jens Lehmann zwischen die Pfosten musste, nie Torwart gewesen sei. Seveneick erzählt grinsend, dass Büskens sogar „Roberto Carlos“ als Email-Adresse habe und überrascht ihn prompt mit einer Video-Grußbotschaft des bewunderten Brasilianers. Beide sind Linksfüße, allerdings hat Roberto Carlos 11 Kinder von 7 Frauen…. Unter dem Uiiiiii des Publikums versetzt Büskens trocken, dass er mit einer Frau und zwei Kindern, allesamt in der ersten Reihe, vollkommen zufrieden sei.

Dass zuvor aus Michael Mike wurde, lag schlicht daran, dass es mehrere Michaels in seiner Klasse gab. Mittlerweile nenne ihn außer seiner Patentante kein Mensch mehr Michael.

Turbulente Anfangszeiten bei Fortuna Düsseldorf

In Düsseldorf geboren, landete Buyo über Alemannia Düsseldorf schnell in der Fortuna-Jugend. „Doch meine Jugendkarriere war untypisch: Ich habe jeweils zwei Jahre B 2 und A 2 gespielt und war zwischendurch auch noch mal weg zum VfL Benrath.“ Erst Alex Ristic („kommst Du zu mir, hast Du Job!“) habe ihn wieder zur Fortuna geholt und ihn und andere Jugendspieler reingeschmissen, ihnen vertraut und sie Fehler machen lassen. „Er hat zwar manchmal sehr hart kritisiert, aber auch immer wieder die Hand gereicht; für uns war das ein Segen, ich habe ihm wahnsinnig viel zu verdanken.“

Seveneick erinnert sich schmunzelnd an einige Zusammenstöße mit Ristic, der auf Schalke nicht an seine Erfolge mit Fortuna anknüpfen konnte. Woran lag’s? Büskens erklärt, dass Ristic in Düsseldorf alles einschließlich der Medien gut im Griff gehabt habe  - „und dann kommst Du hier hin, wo nur Bescheuerte rumrennen“. Außerdem sei es für einen „eher humorlosen“ Menschen wie Ristic nicht einfach, auf eine Persönlichkeit wie Peter Neururer zu folgen, der den Verein zuvor vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahrt habe. Berühmt war damals Ristics Angewohnheit, vor dem Spiel Bonbons an die Linienrichter zu verteilen. „Zum Glück gab es ja noch keinen Videoschiri in Köln!“

Warum Büskens Bayern absagte

Sein Profidebüt feierte Büskens nach einer Verletzung von Petr Rada ausgerechnet gegen Schalke, da muss doch der Fußballgott seine Hand im Spiel gehabt haben? „Ich weiß NICHTS mehr von diesem Spiel, nur an die Riesen-Anzeigetafel in Düsseldorf mit meinem Namen drauf erinnere ich mich!“ Fortuna siegte seinerzeit mit 2:0. Deutlich besser in Erinnerung ist ihm sein erstes Profitor geblieben, ein Knaller aus 18 Metern gegen die Frankfurter Eintracht, erzielt mit der Rückennummer 10.

Gute Kumpels aus Düsseldorfer Zeiten sind bis heute Baffoe und Schmadtke, auch wenn ihn dieser mal für blöd erklärt hat, als er ein Angebot von Bayern ablehnte und „gefühlte zwei Stunden später“ Förderer Alex Ristic gefeuert wurde. „Schmadde ist bis heute unglaublich konsequent, wenn’s nicht passt, haut er in den Sack!“

Warum er bei Bayern abgesagt hat? Nee, es war nicht die königsblaue Bettwäsche, aber „Bayern war sehr weit weg von zuhause“. Buyo war außerdem zuvor einmal bei einem Spiel im Parkstadion gewesen und hatte die Atmosphäre sehr prickelnd gefunden, zudem habe sich Eichberg sehr um ihn bemüht „Du verlässt das Büro nicht, bevor Du unterschrieben hast!“ Nach dem Abstieg von Fortuna habe er dann den nächsten Schritt machen wollen und das Gefühl gehabt, das passt. „Hier sind ja alle etwas bescheuert, Wahnsinn trifft auf Wahnsinn“.

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31. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3184:226278
2Schalke 043149:351456
3Dortmund3161:412054
4Bayer 043155:411451

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