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Der Jaaaaaaaaaaaa-Spielbericht
Derbysieger! Kono, Naldo und Tedesco versetzen ganz Schalke in einen Freudentaumel

(Foto: Hein-Reipen)
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Gelsenkirchen – „Blau und Weiß - das sind die Farben von ganz oben!“ hatte die ganz in die Vereinsfarben gehüllte Schalker Nordkurve vor dem 152. Revierderby getitelt – und nach 90 spannenden Minuten stand fest: Jau, stimmt. Derbysieger, Derbysieger, hey, hey, ist nach einem 2:0-Erfolg der FC Schalke 04. Domenico Tedesco küsste nach seinem ersten Derbysieg erleichtert den Gelsenkirchener Rasen und wurde von lauten „Wir woll’n den Trainer seh‘n!“-Rufen aufs Vorsängerpodest gefordert. Susanne Hein-Reipen über einen aus Schalker Sicht perfekten Fußballnachmittag.

Die Sonne strahlt über Gelsenkirchen, der Himmel grüßt blitzeblau mit weißen Wölkchen und doch flimmert die Luft: Akutes Derbyfieber. Das Polizeiaufgebot rund um die Arena einschließlich einiger Kilometer Absperrgitter entlang der für die „lieben“ Gäste reservierten Wege vom Parkplatz E ist beachtlich, stören lassen sich die durstigen Schalker davon indes nicht. Nur die quietschegelben Farbtupfen stören ein bisschen die Optik. Auch in der Arena brennt die Luft, schon weit über anderthalb Stunden vor Anpfiff geht’s um die Stammbäume im horizontalen Gewerbe und ein paar Grabpflegearbeiten der anderen Art.  

Der Senor ist zu Gast!

Wenn alle dem Spiel entgegenfiebern, ist das Vorprogramm eine ziemlich undankbare Aufgabe.  Ein Video über einen aufrechten kleinen Schalker in einer ansonsten tief-schwarzgelben Familie wird noch beifällig zur Kenntnis genommen. Auch Oma Martha, im zarten Alter von 94 Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben in der Arena und Marco van Hoogdalem, erstmals seit seiner Lebertransplantation wieder auf Schalke, sind dabei. Das Fanspiel zwischen zwei Schalker Fanclubs aus Sachsen und Thüringen leidet darunter, dass just bei den letzten Schützen einige BVB-Spieler zur Platzbegehung rauskommen und gellende Pfiffe ernten. 

Einer, der in Gelsenkirchen auch vor dem Derby (oder um Mitternacht oder am Hochzeitstag oder zu jeder anderen beliebigen Zeit) „stören“ darf, ist hingegen Senor Raúl. Als er mit Clemens Tönnies den Platz betritt und in die Kurve winkt, ist die Zeit schlagartig acht Jahre zurückgedreht und langgezogene Raúúúúúúúúúl-Rufe locken ihn vor die Nordkurve. Nicht wenige Schalker würden der legendären Nummer 7 am liebsten sofort Trikot und Schuhe anziehen. Auch die Wiederholung der Tore aus dem legendären Hinspiel kommt guuuuut an.

Schwitzen für die Choreo

Die Nordkurve möchte sich vor dem Derby natürlich auch nicht lumpen lassen und legt die mittlerweile siebte Choreo der Saison auf. Flyer erklären das Match zum „wichtigsten Spiel der Rückrunde“, in dem man den „verhassten schwarz-gelben Gegner in die Schranken weisen“ und zeigen möchte, wer im Revier das sagen hat: Nämlich wir!

Das Mittel dazu, unsere Farben während des ganzen Spiels erstrahlen und auch optisch als Einheit in der Kurve hinter der Mannschaft zu stehen, ist ebenso simpel wie effektiv: Tausende blaue und weiße Plastik-Regenponchos. Kleine Tücke: Unter den Dingern rinnt die Brühe gleich in Strömen, aber egal wie warm oder unbequem es ist: Derby geht vor! Und wirklich, zusammen mit dem riesigen Spruchband „Blau und Weiß - das sind die Farben von ganz oben!“ ergibt sich zum Einlauf der Mannschaft ein beeindruckendes, ein gänsehaut-förderndes Bild. Nach Steiger- und Vereinslied hat auch die Sonne ein Einsehen mit den schwitzenden Fans und verzieht sich dezent hinter ein paar Wolken, die Geruchsnote „Pumakäfig“ schwebt trotzdem über der Nordkurve.

 

Der Einsatz stimmt!

Die Mannschaftsaufstellung ruft wieder einmal leises Erstaunen hervor. Dass Nastasic und Embolo verletzungsbedingt ausfallen, war zwar bekannt, aber für sie sind ein wenig überraschend Schöpf und Konoplyanka in der Startelf. Auch Max Meyer, dessen Zukunft immer noch ungeklärt ist, muss vor den Augen seines großen Idols Raúl auf der Bank Platz nehmen, für ihn spielt Bentaleb.

Anpfiff! Die Nordkurve supportet sofort aus vollen Kehlen, auf „Eine Stadt erstrahlt in Blau“ folgt „Steht auf, wenn Ihr Schalker seid“ und „Wer nicht hüpft, der ist Borusse“. Die Gästekurve hingegen hat offenbar ein Schweigegelübde abgelegt, selten war die akustische Gegenwehr so minimal. 

Auf dem Platz hingegen gehen beide Mannschaften engagiert und einsatzfreudig zur Sache und haben in der Anfangsphase durch Reus und Sokrates und Konoplyanka und Schöpf erste kleinere Möglichkeiten, doch sowohl Kapitän Fährmann als auch sein Gegenüber Bürki sind auf dem Posten. Zwischendurch muss dem Linienrichter vor der Gegengeraden technisch etwas auf die Sprünge geholfen werden, offenbar funktioniert sein Ohrmikrofon nicht. 

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31. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3184:226278
2Schalke 043149:351456
3Dortmund3161:412054
4Bayer 043155:411451

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