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Andreas Pyrchalla kommentiert
Die Schalke-Kolumne 208: Frühjahrsputziges Aufräumen...

Es ist nicht so, dass Schalke nicht noch immer der Klub der Herzen wäre. Vor allem jener Herzen, in denen noch ein Stück Fußball-Romantik glüht. Aber Schalke müsste auch mal richtig durchgeputzt werden, findet unser Kolumnist Andreas Pyrchalla.

Mahlzeit. Jetzt hat man ja als Schalker eh schon die lebenslage Dauerkarte für die Achterbahn der Gefühle gebucht, doch die Blauen überraschen einen halt immer wieder. Auch, und das ist das erstaunliche, auch noch in dieser Saison und auch mal positiv. So fühlt sich also ein Sieg an! Doch erst einmal liebe und herzliche Grüße an den Kollegen, der - mit sauertöpferischer Leidesmiene - am vergangenen Samstag eine Viertelstunde vor Schluss seinen Heimweg angetreten und ein nicht mehr für möglich gehaltenes, fröhliches Comeback verpasst hat.

Nein, selbst so ein Ober-Optimist wie ich konnte nicht wirklich noch damit rechnen, dass die Jungs die Partie und die Kurve sich drehen würden, aber eine Viertelstunde vor Schluss gehen? Käme für mich nicht in Frage, aber bitte, jeder nach seiner Faon.

Tja… bedienen wir uns zu Beginn hier mal wieder in der schnöden Schublade der krassen Konjunktive und spekulieren schaurig, was gewesen wäre, wenn der Hunter seinen Schnupfen nicht auskuriert und seinen Torriecher wiedergefunden hätte? Was wäre gewesen, wenn der Stuttgarter Sportskamerad Klein nicht seine Stelzen so hingehalten hätte, dass Kevin Princes Schuss im Netz zappelte?

Nunja, wir könnten es uns dunkelschwarz ausmalen, müssen es aber glücklicherweise nicht. Denn es hat ja endlich mal mit drei kunterbunten Punkten geklappt. Und ist jetzt alles wieder in Ordnung? Haben wir uns alle wieder lieb?

Ich möchte antworten mit einem aus tiefsten Herzen kommenden und energischen "Naja!". Denn Glück wurde am vergangenen Samstag schon mit einem sehr großem G geschrieben und über große Strecken des Spiels war auch sehr viel Spaß und große Freude dabei. Allerdings nur bei mir an der Theke.

DREI SPIELE NOCH.

Und damit noch dreimal die Gelegenheit zu zeigen, dass Selbstbewusstsein eine tragende Rolle spielt und den Lauf der Dinge maßgeblich beeinflusst. Dreimal noch die Gelegenheit, uns allen einen einigermaßen versöhnlichen Saisonabschluss zu bereiten.

Und über die tatsächlichen Verantwortlich- und Zuständigkeiten für den aktuellen Status Quo des FC Schallke 04 mögen andere sich die Köpfe heiß und die Zunge geschwollen reden, aber eins ist ja wohl so klar wie die Tatsache, dass Leverkusens Emir Spahic wohl nicht in den Ordnungsdienst der BayArena wechseln wird: Für uns heißt es das Ganze vernünftig zu Ende bringen und bevor du dann den alten Europa-Atlas heraussuchst, ist aber mal ein frühjahrsputziges Aufräumen angesagt.

Groß-Reine-Machen ist das Stichwort, denn man wird ja das flaue Gefühl nicht los, dass der große Glanz des geilsten Clubs der Welt momentan verblasst und sich ein dunkler Schatten anschleicht. Tradition, Identifikation und Leidenschaft - das kann doch nicht so schwierig sein und selbst wenn die sportliche Vorgabe mal nicht in den höchsten Himmel reicht, selbst wenn wir über Tabellenstände reden, für die man sich in Stuttgart einen Finger abschneiden würde, dann kann uns allen eine mäßige Erwatungshaltung nur gut tun.

Apropos Erwartung: Das einzige, das ich erwarte, ist Leidenschaft. Und ich bin selbstverständlich optimistisch, dass das ab Mitte August, in der neuen Saison, ganz anders aussehen wird. Nein, Schatten, du hast keine Chance.

Aber da man gar nicht weiß, wo und wie man mit dem Aufräumen anfangen soll - ja, du wirst dir das gedacht haben - habe ich als alte Hausfrau hier zum Abschluss direkt einige Tipps parat…

Staub putzen
Unsere Pokal-Vitrine muss dringend abgestaubt werden.

Fegen
Aber nicht unter den Teppich kehren.

Wischen
Mit einen richtig feuchten Lappen. Und keinen Oberflächenreiniger benutzen.

Entkalker benutzen
Kein Problem! Mit der allerbesten Jugendarbeit.

Saugen
Auch unter dem Sofa.

Müll rausbringen
Hoffentlich sind die Tonnen nicht voll.

Die Betten frisch beziehen
Man weiß ja nie, wer zu Besuch kommt.



Der Autor: Andreas Pyrchalla

Alle Schalke-Kolumnisten auf einen Blick.

 

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