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Dietrich Meier kommentiert

Schalke-Kolumne 55: Fluch oder Segen der Arena?

06. Februar 2012 21:30 Uhr von Dietrich Meier | Quelle: westline

Gelsenkirchen Das bestimmende Thema auf Schalke war dieser Tage die schwere Krankheit des ehemaligen Managers Rudi Assauer. Dietrich Meier entschied sich, nicht über Assauer selbst, sondern über "sein" Projekt, das Stadion zu schreiben. Brachte das neue Stadion eigentlich, was es sollte? Eine Bilanz.

Im Grunde sollte an dieser Stelle über Rudi Assauer geschrieben werden. Die schwere Erkrankung der schwere Weg, der vor ihm liegen wird. Kein Text dieser Welt wird dem je gerecht werden. Ich  lasse es. Alles Gute, Rudi!

Erinnern wir uns an dieser Stelle vielleicht daran, dass in der Zeit von Manager Assauer die Arena den Betrieb aufnahm.2002, vor bald 10 Jahren zogen wir alle in die Arena auf Schalke um.

Halbleeres Parkstadion, volle Arena

Im Frühjahr 2001 sitze ich  an einem Freitagabend in  Block L des Parkstadions. 30.000 Zuschauer sollen es  damals insgesamt gewesen sein. Schalke war Liga-Erster. Platz 1! Wir wohnen der Erstliga-Partie gegen Rostock bei (Böhme und Nemec/2:0). Und wir fragen uns, was eigentlich passieren müsse, damit angesichts des Ligastandes die Bude auch mal angemessen voll wird?

Wenige Monate später spielt Schalke in der „Arena auf Schalke“, wie sie da noch hieß. Karten kriegte man da nicht einfach mehr an der Tageskasse. Die spontane Idee – „och, wir fahren gleich doch noch auf Schalke“, die war soeben  gestorben. Und noch andere Erfahrungen wurden gemacht: Die ewigen Nörgler gab es früher wie heute.

Arena-Touristen

Doch jetzt kamen Leute, die später auch mal als„Arena-Touristen“ bezeichnet wurden. Man hörte „fachkundige“ Unmutsrufe wie „Schtievens-Raus“, lief es im damals letzten Huub Stevens Jahr mal nicht wirklich rund. Später hatte ich auch mal eine, wenn auch kurze Debatte mit einer Person darüber, ob denn mein lautes Mitgrölen angestimmter Gesänge so laut sein müsse. Vieles hat sich über die Jahre in der Arena ein- bzw. abgeschleift.

Eins ging mir mal richtig nah, als ich mit einem guten Freund und „Clubberer“ darüber ins Gespräch kam, wie sehr wir Schalker unterdessen in der Arena dem Kommerz erlägen. Einer Abhängigkeit der Stimmung von ausschließlich auf dem Platz dargebotener guter Unterhaltung im Sinne möglichst vieler Tore und Siege für Schalke.  

Ist es unterdessen das, was Horst Heldt letzten Samstag meinte? Für meinen Teil ist es im Hinblick auf ein Übergangsjahr schon jetzt eine Saison mit vielen schönen Höhepunkten und ganz vielen Schalker Toren. Sogar auswärts!

Wo der Schuh drückt, weiß Stevens wie kein anderer. Und reagiert meistens noch im Spiel nachvollziehbar – und dazu in der Bilanz erfolgreich! Viele Strukturen sind auf Sieg gestellt. Es wird trotzdem in diesem Jahr nicht für ganz oben reichen. Das sagen unsere sportliche Leitung und unser Manager unisono. Regelmäßig!

Wir täten gut daran, ihnen zu glauben. Und unseren S04 trotzdem (oder gerade deshalb) nach Kräften anzufeuern!


Der Autor: Dietrich Meier

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Werder Bremen

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