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Der traurige Spielbericht
Schalke raus: Hölle, Fußballhimmel, Hölle

Hoffnung, enttäuscht. (Foto: Hein-Reipen)
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Gelsenkirchen – Nach einer grandiosen kämpferischen Leistung und zwischenzeitlicher 3:0-Führung kassiert Schalke 04 in der 111. und 120. Minute des Viertelfinal-Rückspiels gegen Ajax Amsterdam noch zwei Gegentore und scheidet hocherhobenen Hauptes, aber tieftraurig aus dem Wettbewerb aus. Susanne Hein-Reipen über ein irres Wechselbad der Gefühle…

Vor dem Spiel staunen die anreisenden Schalker über das massive Polizeiaufgebot. Die Partie wurde aufgrund des Rufs von Teilen der Ajax-Fans als Hochrisikospiel eingestuft, obwohl es rund um das Hinspiel friedlich blieb. Im Vorfeld des Spiels kommt es in der Gelsenkirchener Innenstadt auch zu einigen kleineren Auseinandersetzungen, insgesamt aber zieht die Polizei das erfreuliche Fazit, „die friedlichen Anhänger beider Vereine haben heute gezeigt, wie ein gewaltfreies und stimmungsvolles Viertelfinalspiel aussehen kann“.

Wunsch: Ein anständiger Abschied…

Als Folge der verschärften Sicherheitsmaßnahmen sind unter anderem der Parkplatz P 7 und das dortige Clubheim den Gästebussen vorbehalten und somit für Schalkefans gesperrt. Auf Bratwurst und „echtes“ Bier verzichten?! Nix da; an der ohnehin beliebten Würstchenbude am Ötte-Tibulsky-Weg zapfen und grillen die Jungs und Mädels um ihr Leben, während gefühlt sämtliche Polizeipferde Nordrhein-Westfalens vorbeireiten. Häufigster Wunsch der plaudernden Schalker: Die Mannschaft soll bitte kämpfen und sich anständig aus dem Wettbewerb verabschieden.

Während sich die Arena langsam füllt, ist die Nervosität fast mit den Händen zu greifen. Das Steigerlied wird ein wenig früher als üblich, aber mit doppelter Inbrunst gesungen. Beim Warmmachen der Mannschaft – zur großen Freude der Königsblauen mit Sead Kolasinac - skandiert die Nordkurve mit fliegenden Eurofighter-Schals mehrfach lautstark „Kämpfen und siegen“ und natürlich „Wir schlugen Roda…“. Auf dem Videowürfel sendet derweil der „Hunter“ auf Niederländisch eine kurze Grußbotschaft an die Ajax-Fans, bevor Stadionsprecher Dirk gemeinsam mit seinem niederländischen Pendant das offizielle UEFA-Programm absolviert. Das Bekenntnis gegen Rassismus geht ein wenig in den „Scheiß Amsterdam!“-Sprechchören der Kurve unter.

Motivationsfilm

Kurz vor Anpfiff werden die Lichter in der Arena heruntergedimmt, auf dem Würfel läuft ein „Motivationsfilm“. „Es geht nur gemeinsam“ erinnert mit schönen Bildern an die Aufholjagd in Mönchengladbach. „Heute haben wir sogar 90 Minuten, einen 2:0-Rückstand aufzuholen!“ Bei den Fans stößt der Film auf sehr unterschiedliche Reaktionen, viele finden den Appell gut, andere schimpfen, die Fans würden die Mannschaft ohnehin immer unterstützen. „Zeigt datt Ding lieber der Mannschaft!“

Beim Einlaufen der Teams gibt es „Blau und Weiß“ und einige vereinzelte Bengalos im Gästeblock. Einen Sonderapplaus für seine herausragende Leistung im Hinspiel bekommt Ralf Fährmann, als er das Tor vor der Nordkurve „besetzt“. Danach ertönt „kämpfen und siegen!“ in einer Lautsärke, die man bis Lüdenscheid-Nord gehört haben müsste.

(Foto: Hein-Reipen)

Und die Schalker Mannschaft, in der ein wenig überraschend Sascha Riether, der es nur noch sporadisch in den Kader schafft, in der Startelf steht, nimmt sich den Appell zu Herzen und legt los wie die Feuerwehr. Bereits in der ersten Minute saust ein Schuss von Leon Goretzka nur knapp am linken Pfosten vorbei, kaum 60 Sekunden später trifft Max Meyer den rechten Pfosten. Einmal links, einmal rechts, der Nächste sitzt…?

Hey, das sieht richtig nach Fußball aus!

Die Nordkurve lässt sich jedenfalls nicht lumpen. „Vorwärts FC Schalke, schieß‘ ein Tor für uns“, „Steht auf, wenn Ihr Schalker seid“ und der Wechselgesang mit der Südkurve dröhnen durch die Arena, dazu gibt es gellende Pfiffe, wenn Ajax am Ball ist. „Scheiß Amsterdam…!“ Die in giftgrün-schwarz gewandeten Gäste beeindruckt das wenig, sie lösen sich aus der frühen Schalker Umklammerung und kommen durch Ziyech zur ersten Chance (13.), Fährmann hält. Auf der Gegenseite entschärft Onana einen Distanzschuss von Goretzka (19.). Auch bei einem bilderbuchmäßigen Fallrückzieher von Viergewer ist Fährmann auf dem Posten (22.). Ein gutes Europaleague-Spiel und auf Schalker Seite eine Steigerung um 1.904 % gegenüber dem uninspirierten Auftritt im Hinspiel!

Aus der Kurve tönt derweil „Wir kommen aus Gelsenkirchen, fahr‘n mit blauweißen Fahnen durch das Land“ und „Für deine Farben leben und sterben wir“. Auf deutlich weniger Begeisterung stoßen die vielen Rückpässe zu Ralf Fährmann und das äußerst kleinliche Gepfeife des rumänischen Schiedsrichterteams, das ein wenig den guten Spielfluss hemmt. Mit einem Abseitstor durch Traoré (32.) und Großchancen für Schöne (34.) und Meyer (35.) geht es dennoch sehr unterhaltsam weiter. Mittlerweile sind auch die Gästefans akustisch wahrnehmbar.

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Tabelle

13. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern1230:82229
2Schalke 041216:10623
3RB Leipzig1220:15523
4M'gladbach1221:21021

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