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Der emotionale Jahresrückblick
Was Schalke-Fans im Jahr 2017 so alles erlebten…

(Grafik: Hein-Reipen)
(Grafik: Hein-Reipen)
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Gelsenkirchen – Rückblicke auf das zuletzt äußerst erfreuliche sportliche Geschehen gibt es viele, doch wie haben eigentlich die treuen königsblauen Fans das ablaufende Jahr erlebt? Welche Aktionen gab es, wo haben sie gejubelt, gezittert, geweint, gefeiert? Was ging ans Herz? Susanne Hein-Reipen war (fast) immer dabei und blickt zurück. 

(Foto: Hein-Reipen)

Januar: UGE, Badstuber & Bierpreise wie im Puff

Im Januar feiern die Ultras Gelsenkirchen ihren 15. Geburtstag. In der Nordkurve bereits seit langem unverzichtbar, hat sich die „UGE“ dank phänomenaler Choreos und großen sozialen Engagements für Gelsenkirchen zunehmend auch den Respekt des etwas gesetzteren Schalker Publikums erarbeitet. Das Kinderhaus Ückendorf bekommt von ihnen einen Scheck über 23.500 € überreicht.

Ansonsten herrscht allgemeines Kopfkratzen ob der Wintertransfers von Guido Burgstaller und – zur Ausleihe – Holger Badstuber. Vielen Fans stößt es sauer auf, dass „Schalke es nötig hat, bei den Bayern aussortierte Spieler fitzumachen“. Auf sehr wenig Begeisterung stößt auch die Bierpreiserhöhung in der Veltins-Arena: Für einen halben Liter Gerstensaft sind künftig 4,20 € statt 3,90 € zu berappen.

„Bierpreise wie im Puff: Wo bleiben die Nutten???“ titelt die Nordkurve. Sportlich gibt es zwei Grottenkicks: Gegen Ingolstadt wird dank eines Last-Minute-Glückstors von Burgstaller noch 1:0 gewonnen, gegen Frankfurt gehen die Fans bei der 0:1-Heimniederlage wütend auf den Zaun: „Wir wolln Euch kämpfen sehn!“

(Foto: Hein-Reipen)

Februar: Schikanen in Saloniki und Transparente weit unter der Gürtellinie

Der Februar beginnt mit einem Punkt in München (1:1) erfreulicher, dann folgen Siege beim SV Sandhausen (1:4 im DFB-Pokal) und ein überzeugendes 2:0 mit tollem Goretzka-Solo-Tor gegen Hertha. Leon, wir woll’n ein Kind von Dir!

Dann bricht die königsblaue Auswärtsmeute nach Saloniki auf. Bereits im Vorfeld der EL-Begegnung gibt es etliche verbale Giftpfeile, der Blocksturm wegen des Theaters um die mazedonische Fahne ist nicht vergessen. Die Tickets werden personalisiert, die Schalker „gebeten“, in Saloniki möglichst auf Fanutensilien zu verzichten. Die griechische Polizei behandelt die rund 1.400 mitgereisten Fans trotzdem wie Schwerverbrecher, vier Kontrollringe, Zwangs-Shuttle-Bus-Transport und Konfiszierung sämtlicher Geldmünzen inklusive.

Das „Fucking Nazis get out off here“-Transparent der Heimfans steigert die Laune auch nur bedingt, zumal die mitgebrachten Schalker Fahnen vom Zaun abgerissen werden sollen. Die effektive „Rache“: Der Schalker Block klammert sich über 90 Minuten an die Fahne und feiert den gepflegten 3:0-Auswärtssieg unter anderem mit „Gelsenkirchen-Skopje!“-Rufen. Nehmt das!!!

Der Monat endet mit drei 1:1-Remis‘ in Köln, gegen Hoffenheim und im Rückspiel gegen Saloniki. Die von Peter Peters mitverkündete Ankündigung der Polizei Gelsenkirchen, „Gegenstände, die der Provokation dienen“ zu konfiszieren, löst erneut Wut über die ungerechte Vorgehensweise aus und schlägt sich in etlichen selbst für Schalker Verhältnisse deftigen Bannern nieder.

„Ey Vorstand, wie schmeckt der Schwanz der Polizei GE?!“ oder „Verletzte durch Polizei: 89, Verletzte durch Fans: 0, Aufarbeitung: 0, Eier vom Vorstand: 0“ zeigen sehr deutlich, dass die Fans sich wenigstens dreieinhalb Jahre nach dem Blocksturm ein klares Bekenntnis ihrer Vereinsführung gewünscht hätten. 

(Foto: Hein-Reipen)

März: Frust und Lust mit Mönchengladbach, Großkreutz und der „Glanz Deiner Kurve“

Der März beginnt besch…eiden: Das 0:3 im Pokal-Viertelfinale bei den Bayern hätte noch weitaus deftiger ausfallen können, dann folgt ein 2:4 bei der Borussia in Mönchengladbach. Die zweite Halbzeit ist dabei so unterirdisch, dass der zunächst unter dem Ruhrpottkanaken-Banner supportende Schalker Block in den Streik tritt und tödlich schweigt. Danach hagelt es wütende Beschimpfungen.

Nur fünf Tage später stehen sich beide Mannschaften im Hinspiel des EL-Achtelfinales erneut gegenüber, in Gelsenkirchen gibt es trotz leichter Schalker Feldüberlegenheit ein 1:1. Die Nordkurve fordert mit diversen „Blitzlichtern“ und einem großen Schalke-Logo „Im Glanz Deiner Kurve in die nächste Runde“. Diesem „Auftrag“ kommt die Mannschaft nach einem ansehnlichen 3:0 über den FC Augsburg eindrucksvoll nach: Obwohl es beim Rückspiel in Mönchengladbach mit 2:0 in die Pause geht, erzielen Goretzka, ein Hubbel im Rasen und Bentaleb noch das 2:2 und damit den Einzug in die nächste Runde! Jaaaaaaaaa!

Abgerundet wird der Monat dank eines fulminanten Kolasinac-Treffers durch einen 1:0-Erfolg in Mainz – und jede Menge Aufregung um das Schalker „Lieblingsopfer“ Kevin G. aus Do., der nach einer kleinen Schlägerei sehr verbeult und kleinlaut seinen vorläufigen Rücktritt vom Profifußball erklärt.  

 


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31. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3184:226278
2Schalke 043149:351456
3Dortmund3161:412054
4Bayer 043155:411451

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