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Weinzierl «beeindruckt» von Schalker Team in Europa League

Schalke 04 kann bereits für das Achtelfinale planen. Foto: Ina Fassbender (Ina Fassbender)
Hochzufrieden mit dem Auswärtssieg seiner Mannschaft: Trainer Markus Weinzierl. Foto: Ina Fassbender (Ina Fassbender)

Thessaloniki (dpa) – Schalke steht so gut wie sicher im Achtelfinale der Europa League. Nach dem 3:0 bei PAOK Saloniki ist das Rückspiel am Mittwoch nur Formsache. Trainer Weinzierl fand die Stimmung «sensationell». Nun geht es nach Köln.

Noch etwas müde, aber glücklich traten die Profis des FC Schalke 04 den Rückweg von der rundum gelungenen Dienstreise nach Thessaloniki an. Wenige Stunden zuvor, kurz vor Mitternacht Ortszeit Griechenland, war «La Ola» durch die Gästetribüne im Hexenkessel von PAOK Saloniki geschwappt.

Die Revier-Fußballer feierten mit ihren Fans fröhlich den 3:0-Coup im Toumba-Stadion. Als «sensationell» empfand Trainer Markus Weinzierl die zuweilen hitzige Atmosphäre, umso mehr freute er sich über die coole Vorstellung im Zwischenrunden-Hinspiel der Europa League.

Der Einzug in die Runde der besten 16 Teams dürfte am kommenden Mittwoch (18.00 Uhr) nur noch Formsache sein. «Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel und nun gute Chancen, das Achtelfinale zu erreichen. Wie wir das gemacht haben, fand ich sehr beeindruckend», sagte Schalkes Coach. Auch Leon Goretzka blickt optimistisch nach vorn, was die weitere Tour über den Kontinent angeht. «Wir wollen in der Europa League für Furore sorgen.»

Die Aussichten sind gut, denn die Königsblauen bestanden auch den Härtetest beim zweimaligen griechischen Meister bravourös. Nur in den ersten 15 Minuten ließ sich der Bundesliga-Elfte von der Kulisse ein wenig beeindrucken, doch spätestens nach der Führung von Guido Burgstaller (27.) kontrollierten die Knappen Ball und Gegner. «Diese Kulisse ist ihr zwölfter Mann. Dem mussten wir am Anfang erstmal standhalten. Dann haben wir zum richtigen Zeitpunkt das 1:0 erzielt», erklärte Max Meyer. Da verstummten die ohrenbetäubenden Gesänge der fanatischen PAOK-Anhänger zum ersten Mal.

Der Jungnationalspieler beseitigte mit seinem dritten Europapokaltor (82.) später selbst die letzten Zweifel am verdienten Erfolg. Dass er mit einer Körpergröße von 1,73 Meter ausgerechnet per Kopf traf, war auch für ihn kaum zu glauben. «Ich habe erst gar nicht realisiert, dass der Ball drin war», erklärte Meyer nach seinem zweiten Kopfballtor als Fußball-Profi.

Das «I-Tüpfelchen» war laut Weinzierl das 3:0 des kurz zuvor eingewechselten Klaas-Jan Huntelaar (90.). Der wegen eines Außenbandrisses im Knie fehlende Niederländer hatte monatelang auf seinen 50. Europapokal-Treffer warten müssen. Dass es ein Jubiläum für den von zahlreichen Kritikern bereits abgeschriebenen Torjäger war, wusste Weinzierl gar nicht. «Ich freue mich so oder so für ihn. Wir wissen, dass er im Strafraum eiskalt ist. Das wird ihm gut tun.»

Der 33-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, ist auf Schalke nach eigenem Bekunden noch nicht fertig. «Dem Knie geht es gut. In der ersten Woche hatte ich noch Muskelprobleme, aber jetzt läuft alles super. Ich fühle mich körperlich gut und bin bereit», sagte Huntelaar, dessen große Erfahrung dem jungen Team in den anstehenden Englischen Wochen noch sehr nützlich sein könnte.

Schließlich geht es bereits am Sonntag mit dem fünften Spiel binnen 15 Tagen weiter. Nach dem 1700-Kilometer-Flug in die nordgriechische Metropole muss Schalke aber nur die etwa 80 Kilometer nach Köln bewältigen. Und mit dem Selbstvertrauen aus nun vier Pflichtspielen ohne Niederlage (drei Siege in Serie) fühlt sich ohnehin alles besser an. Am vierten Saison-Spieltag war Schalke beim 1:3 daheim gegen den FC chancenlos gewesen. Die Stimmung war auf dem Gefrierpunkt. Nun will man sich schnell erholen und die gute Serie möglichst fortführen. «Im Erfolg fällt die Regeneration leichter», sagte Weinzierl schmunzelnd.

Um das eingespielte Team nicht aus dem Rhythmus zu bringen, plant der Trainer in Köln keine großen Personalwechsel. Die stehen drei Tage später gegen PAOK an. «Da können wir sicher etwas mehr rotieren.»

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