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Die Kampfbahn Schwansbell in Lünen

Lüner SV

Das Stadion

Die Kampfbahn Schwansbell in Lünen ist die Heimat des Westfalenligisten Lüner SV. Zwischen 1956 und 1958 erbaut war das Stadion aber eigentlich gar nicht für den heute klassenhöchsten Verein der Stadt Lünen gedacht. Vielmehr wurde die Anlage zum 50. Geburtstag des VfB 08 Lünen erbaut.

Auf der ursprünglichen Anlage des Vereins sollte nämlich eine Schule gebaut werden. Schnell waren dem VfB Lünen zudem die Kosten für den Unterhalt des Stadions zu hoch, so dass der Klub wieder seine alte Anlage im Süden der Stadt bezog.

Jetzt kam der Lüner SV ins Spiel. Zur damaligen Zeit spielte der Klub in der Regionalliga West. Das war immerhin die zweithöchste Spielklasse im deutschen Fußball. Damals fasste das Stadion 5000 Leute. Mit den Jahren machte die Stadt Lünen Platz für mehr Leute. In den 1960ern hatte das Stadion ein offiziell angegebenes Fassungsvermögen von 12.000. Unter der Hand erzählt man sich in der Stadt aber, dass bei Spielen gegen Borussia Dortmund auch mal 15.000 und mehr Zuschauer auf der Anlage mitten im Wald gewesen sind.

Im Jahr 2016 angekommen bietet das Stadion Platz für 7.000 Zuschauer. So viele Zuschauer kann der Lüner SV aber bei weitem nicht zählen. In den letzten Jahren spielte der Klub in der Landesliga, stieg im Frühjahr nach einer dominanten Saison in die Westfalenliga auf.

Die letzten größeren Massen zog der Klub zu Beginn des Jahrtausends an sich. Zwischen 2000 und 2004 spielte der LSV in der damals viertklassigen Oberliga Westfalen.

Zwar geben sich Verein und Stadt größte Mühe, dass Stadion anständig in Schuss zu halten, doch sieht man der Anlage ihr Alter mittlerweile recht deutlich an. Die überdachte Tribüne mit den romantischen Holzbänken hat die besten Zeiten schon längt erlebt – und doch strahlt sie den schönen Charme des einst unschuldigen Fußballs aus.

Auch die Stehränge sind sicher ein Schmaus für Fußballpuristen. Sicherheitsfanatiker kommen beim Anblick des bröckelnden Betons eher nicht auf ihre Kosten. Auch grünt es auf den Stehstufen doch an der ein oder anderen Stelle.

Im Rücken der Tribüne befindet sich ein Kunstrasen-Spielfeld, welches vornehmlich von der Jugendabteilung der zweiten Mannschaft des Lüner SV genutzt wird. Im Bauch der Tribüne befindet sich das Vereinsheim des Klubs. Hier gibt es an Spieltagen Kaffee und Kuchen. Wie sich das eben an einem Sonntag im Amateurfußball gehört.

In Fußwegweite des Stadions befindet sich der „Seepark“. Das Gelände der ehemaligen Zeche Preußen wurde für die Landesgartenschau 1996 umgebaut und dient seitdem als Naherholungsgebiet.

Zuschauer, die mit dem Auto zu den Spielen des Lüner SV kommen, können eine Kiesfläche direkt vor dem Stadion benutzen. Doch sollte der Zuschauerandrang einmal größer sein, muss auf eine Parkfläche weiter unten ausgewichen werden. Das Stadion ist nur über eine kleine Waldstraße zu erreichen, strahlt aber so einen gewissen Charme aus.

 

Die kampfbahn schwansbell in Lünen

Lüner SV
Die Kampfbahn Schwansbell in Lünen

Eröffnung: 1958
Kapazität: 7.000, darunter 800 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne
Ausbau 1997 (Clubhaus), 2012 (Kunstrasenplatz)
Reines Fußballstadion ohne Laufbahn
Anschrift: Schwansbeller Weg 3, 44532 Lünen
Eigentümer: Stadt Lünen