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VfL Bochum: Das sagt Villis vor der Mitgliederversammlung

(Foto: dpa)
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Will der VfL Bochum am Samstag die geplante Ausgliederung beschließen, benötigt er 75 Prozent Zustimmung der Mitgliederversammlung. Klubchef Hans-Peter Villis wirbt um Vertrauen.

Würde Hans-Peter Villis vor besonderen Herausforderungen zurückschrecken, dann wäre er wohl niemals in einem Führungsgremium des VfL Bochum gelandet. Denn als der Wirtschaftsexperte im Oktober 2010 in den Aufsichtsrat berufen wurde, war völlig offen, wie es für den Verein weitergehen würde. Die Führungsriege um Werner Altegoer war in einer turbulenten Mitgliederversammlung gerade zurückgetreten. Und die Neuen, darunter auch Villis, standen schneller als gedacht in der ersten Reihe.

Es folgten schwierige Jahre, sportlich wie finanziell. Gerade Villis sah die Notwendigkeit, mitanzupacken, übernahm im September 2012 sogar den Aufsichtsratsvorsitz. „Wir haben es geschafft, den Verein zu konsolidieren. Das war der erste, ein notwendiger Schritt“, sagt er heute. Das Feedback der Anhänger war durchweg positiv, Aufsichtsrat und Vorstand genießen längst wieder das Vertrauen der Mitglieder.

Villis: "Brauchen jede Stimme"

Mit dem Status quo zufriedengeben möchten sich Villis und seine Mitstreiter allerdings nicht, haben deshalb das nächste Vorhaben auf die Agenda gesetzt. Die Vereinsführung schlägt vor, den wirtschaftlichen Betrieb auszugliedern, um über Investoren zusätzlicher Gelder zu generieren. Darüber wird am Samstag im Rahmen der Mitgliederversammlung (Start um 11 Uhr, Jahrhunderthalle) abgestimmt. „Wenn wir weiter vorankommen und sportlich erfolgreich sein wollen, dann ist dieser Weg absolut notwendig. Wir haben uns intensiv Gedanken darüber gemacht und empfehlen unseren Mitgliedern aus voller Überzeugung, für unseren Vorschlag zu votieren“, betont Villis.

Er glaubt zwar, den Großteil der Vereinsmitglieder für das umstrittene Vorhaben überzeugt zu haben, weiß aber auch, dass „es nicht reicht, zwar für die Ausgliederung zu sein, aber nicht zur Versammlung zu kommen. Wir brauchen jede Stimme unserer Mitglieder.“ Denn die Nicht-Befürworter werden auf jeden Fall vor Ort sein, ahnt Villis.

Gerade den Unentschlossenen versucht er die Angst vor Veränderungen zu nehmen: „Die Identität bleibt gewahrt, die Tradition des VfL Bochum erhalten. Alle Gremien – ob Aufsichtsrat, Vorstand oder Wirtschaftsrat – hängen ebenfalls an diesem Klub und haben intensiv über die Ausgliederung beraten und auch kritische Stimmen zu Wort kommen lassen. Wir sind uns einig: Es ist der beste Weg, um den Verein nach unten abzusichern und nach oben weiter konkurrenzfähig zu bleiben. Und einen strategischen Partner würden wir nach der Zustimmung unserer Mitglieder nur dann ins Boot holen, wenn er zu unserem Verein passt.“

Entscheidung über die Zukunft des Vereins

Dass die aktuelle sportliche Situation, „die auch uns nicht glücklich macht“, Einfluss auf das Abstimmungsverhalten haben könnte, steht für Villis außer Frage: „Wir sprechen hier über eine Richtungsentscheidung, darüber, wie es für den Verein nicht nur am nächsten Spieltag, sondern in den nächsten Jahren weitergehen soll. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass unsere Mitglieder das sauber voneinander trennen werden.“

 


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