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Siegesrausch
Mach's nochmal wie 2011, VfL Bochum – nur besser!

Relegation Rückspiel: VfL Bochum - Borussia Mönchengladbach am Mittwoch (25.05.2011) im Rewirpower Stadion in Bochum. Bochums Christoph Dabrowski (r) und Zlatko Dedic bejubeln das Eigentor durch Gladbachs Nordtveit zum 1:0. (Foto: dpa)
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Bochum – Okay, ja: Da müsste schon einiges passen, damit der VfL Bochum doch noch auf den Relegationsrang (oder mehr) springt. Eine Siegesserie müsste her. Aber warum denn nicht? Der VfL ist doch sein eigenes Vorbild, wie Jörg Laumann erinnert...

In der laufenden Saison in der 2. Bundesliga scheint nahezu alles möglich. Um sich doch noch den Platz in der Aufstiegs-Relegation zu sichern, müsste der VfL Bochum aber wohl alle vier ausstehenden Partien gewinnen und seine Serie damit auf acht Siege in Folge heraufschrauben. Gelungen ist ihm ein solcher Lauf schon einmal: in der Saison 2010/11, die mit den Relegationsspielen gegen Borussia Mönchengladbach endete.

Regie bei den Bochumer führte vor acht Jahren ein Mann, der auch diesmal wieder eine tragende Rolle im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga spielt: Der damalige VfL-Trainer Friedhelm Funkel steht heute beim aktuellen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf an der Seitenlinie. In der Spielzeit 2010/11 hatte der Routinier aus dem Rheinland bei den Bochumern eine anspruchsvolle Aufgabe übernommen: Nachdem zuvor jene Mannschaft, für die sich bis heute in Fankreisen der klangvolle Begriff „Osterhasen“ gehalten hat, unter Heiko Herrlich und Interims-Trainer Dariusz Wosz den Gang nach unten hatte antreten müssen, sollte mit Funkel der sofortige Wiederaufstieg ins Oberhaus gelingen.

Doch die Saison vor acht Jahren begann ähnlich enttäuschend wie die aktuelle: Zwar gelang dem VfL zum Auftakt ein 3:2-Sieg gegen den TSV 1860 München, doch kam danach nicht mehr viel. Zum negativen Höhepunkt geriet der 13. Spieltag, an dem die Bochumer im eigenen Stadion dem damaligen Aufsteiger FC Ingolstadt sang- und klanglos mit 1:4 unterlagen. In der Tabelle rangierte der VfL danach auf Platz zwölf, mit bereits 13 Punkten Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz. Funkel griff durch, stellte sein Team um und strich mehrere Akteure aus dem Kader. Von Mergim Mavraj, Milos Maric, Marc Pfertzel und Dennis Grote trennte sich der VfL in der folgenden Winterpause.

An jenem 26. November 2010, in Spiel 1 nach der Ingolstadt-Pleite, fanden die Bochumer tatsächlich in die Erfolgsspur zurück: Gegen den SC Paderborn gelang ihnen ein souveränes 3:0. Der nordkoreanische Stürmer Chong Tese brachte den VfL nach knapp einer Stunde auf die Siegerstraße. Zlatko Dedic und der junge Startelf-Debütant Marc Rzatkowski erzielten die weiteren Treffer.

Wie sehr sich der Klub in den Wochen zuvor die Sympathien seiner Anhänger verscherzt hatte, zeigt allerdings der Blick auf die Zuschauerzahl: Gerade einmal 9.186 Zuschauer fanden sich am Freitagabend auf den Rängen an der Castroper Straße ein. In sportlicher Hinsicht war es jedoch der Auftakt zu jener Siegesserie, die in die Vereins-Annalen eingehen sollte. Auch in den sieben folgenden Partien nahm der VfL jeweils drei Punkte mit: 1:0 bei Union Berlin, 2:1 gegen den VfL Osnabrück, 1:0 beim MSV Duisburg, 3:1 beim TSV 1860 München, 2:0 gegen Erzgebirge Aue, 1:0 beim Aufstiegsaspiranten FC Augsburg und 2:1 gegen RW Oberhausen lauteten die Resultate. Damit waren die Bochumer, punktgleich hinter den Augsburgern, auf dem dritten Platz angekommen.

Mit einem 2:2 in Bielefeld endete die historische Serie am 13. Februar 2011, dem 22. Spieltag. Ungeschlagen blieb die Funkel-Elf aber noch länger – erst am 29. Spieltag gab der VfL beim 0:2 gegen den Spitzenreiter und späteren Aufsteiger Hertha BSC wieder drei Punkte ab. 15 Partien in Folge hatten die Bochumer nicht verloren – ebenfalls Vereinsrekord.

In der Tabelle rangierte das Team von der Castroper Straße zu diesem Zeitpunkt weiterhin hinter den Augsburgern, die jetzt drei Punkte Vorsprung hatten. Diesen Rückstand machte der VfL im Schlussspurt der Saison noch wett, der zweite direkte Aufstiegsplatz ging aber dennoch an die bayerischen Schwaben, die 17 Treffer Vorsprung im Torverhältnis aufwiesen. Trotz satter 65 Punkte mussten sich die Bochumer mit dem undankbaren dritten Platz begnügen und spätestens nach der knapp verlorenen Relegation den vielen liegen gelassenen Zählern aus der Anfangsphase der Saison nachtrauern. Ein Gefühl, das sich im Mai 2018 wiederholen könnte.


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Tabelle

31. Spieltag
PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
4Regensburg3151:45647
5Arminia3148:44444
6Bochum3133:35-244
7Ingolstadt3143:37642
8S´hausen3135:29642

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