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Christian Appel kommentiert
Die VfL-Kolumne 211: Der weite Weg des VfL Bochum

Ach, was macht man nur aus diesem VfL? Jedes Jahr 2. Liga treibt den Klub irgendwie weiter weg von der Erstklassigkeit. Und jedem Hoffnungsschimmer folgt eine Ernüchterung. So geht es jedenfalls unserem Kolumnisten Christian Appel... Er dürfte damit nicht allein sein.

"Warum denn so ernst?" Warum ist die Stimmung bei vielen Fans schon wieder im Keller? Vielleicht liegt es daran, dass die Perspektive 1. Bundesliga mit jedem weiteren Jahr in der 2. Liga zu einer Utopie verkommt, einem Ziel, das dieser Verein nur mit viel Können und noch mehr Glück erreichen kann. Gerade in dieser Situation wird der neue Hoffnungsträger Gertjan Verbeek zum Antihelden. Eigentlich typisch VfL!

vdaka Stani

Was erwarten wir? Ich erwarte wenig, so werde ich nicht enttäuscht, wenn daraus noch weniger geworden ist oder es am Ende einer langen Saison wieder heißt:"Neustart, alles einsteigen bitte." Es ist wie eine Waschmaschine, die nach jedem Schleudergang ein neues Ergebnis auswirft. Der plötzliche wie unerwartete Abschied von Stanislav Sestak ist wieder so ein Stimmungskiller, ein Verlust, den ein finanziell nicht auf Rosen gebetteter Klub nur schwer auffangen kann, aber eben ertragen muss. Ich verstehe seine Entscheidung nicht, respektiere sie aber und bin Stani dankbar dafür, dass er sich so fair vom VfL getrennt hat. Was bleibt, ist das ungute Gefühl eines weiteren Umbruchs. Wie soll sich ein Team entwickeln, wie sollen Strukturen reifen, wenn die Spieler am Ende einer Saison auseinandergerissen werden?

Nichts ist wichtiger als der Verein!

Dies gilt auch für den Trainer, der die Journalisten scheinbar zu seinem Endgegner auserkoren hat. Was jetzt folgt, ist ein Spiel aus Aktion und Reaktion, dessen Ausgang ungewiss ist. Gertjan Verbeek hat seit er hier ist vieles bewirkt. Nicht zuletzt deswegen hat er den Großteil der Fans hinter sich. Ich wünsche ihm und uns, dass dieser Prozess nicht schon wieder in seinem Endstadium ist. Es wäre schade, und mit einem Blick voraus auf die neue Saison ein schlechtes Omen, denn die Verhältnisse in der Liga werden sich mit den neuen Auf- und Absteigern verändern, die Konkurrenz für den VfL wird größer. Spätestens hier wird deutlich, wie weit der Weg ist, der vor Verein und Fans liegt.

Der Blick in die Glaskugel

Ich bin aber auch kein Schwarzseher! Die Probleme, die dieses Team hat, sind allgemein bekannt. Es liegt an Christian Hochstätter mit Trainer Gertjan Verbeek die passenden Spieler zu finden. Es sollte doch irgendwie möglich sein! :) Mysteriös bleibt, wie andere Vereine arbeiten, die wie Darmstadt vor zwei Jahren vor dem Absturz in die Regionalliga standen und plötzlich Erstligist sind. Ja, wie geht das?! Ich weiß es nicht. Vielleicht sollten wir es nachmachen? Nur weiß eben keiner wie. Vielleicht sollten wir es auch so nehmen wie es ist. Die hohe Fluktuation unter der den Traditionsvereinen der Liga hinterlässt ein Gefühl der Unsicherheit. Mit St. Pauli und 1860 München standen zwei Mannschaften von Beginn an unten drin, die ganz andere Ziele hatten. So viel weiß ich: Das sollten wir nicht nachmachen!

Wundertüte VfL!

So wird es wohl so sein, wie es die letzten Jahre schon war. Der VfL bleibt eine Wundertüte. Hoffen wir, dass wir positiv überrascht werden.


Der Autor: Christian Appel

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