Strom- und Gasversorgung in Deutschland gesichert
08. Februar 2012 17:30 Uhr
Essen (dpa) Die Strom- und Gasversorgung in Deutschland ist trotz der anhaltenden Kältewelle gesichert. Stromnetzbetreiber, Gasversorger und die Bundesnetzagentur geben Entwarnung. Die Heizölpreise steigen sprunghaft.
Die Verbraucher in Deutschland müssen sich wegen des kalten Winters keine Sorgen über mögliche Engpässe bei der Versorgung mit Strom und Gas machen. «Die Liefersituation ist entspannt», gab Eon-Vertriebschef Stefan Vogg am Mittwoch (8. Februar) in Essen Entwarnung. In den vergangenen Tagen hatte die russische Gazprom wegen der extremen Kälte weniger Gas nach Europa exportiert. Die Einschränkung wurde mit der gestiegenen Nachfrage auf dem heimischen Markt begründet.
Auch der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, sieht die derzeitige Lage gelassen: «Keine Dramatik, was Gaslieferungen anbelangt», sagte er in Düsseldorf. In Deutschland seien die Kavernen gut gefüllt. «Das würde uns noch einige Wochen helfen». Eon könne seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllen, die Speicher seien zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich gut gefüllt, meinte auch Vogg.
Die Stromversorgung ist nach weiteren Angaben von Kurth ebenfalls gesichert. Die Bundesnetzagentur habe Vorsorge getroffen, indem sie Kaltreserven festlegte, auf die die Netzbetreiber gegebenenfalls zurückgreifen könnten.
Tiefer in die Taschen greifen müssen die Verbraucher unterdessen für Heizöl. Die Kältewelle hat den Preis auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2008 getrieben. Für 100 Liter Heizöl mussten die Verbraucher am Dienstag 92,80 Euro bezahlen (bei Abnahme von 3000 Litern), geht aus dem täglichen Marktüberblick der Firma Tecson hervor. Rohöl ist mit mehr als 116 Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent so teuer wie noch nie in diesem Jahr.
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