Die wichtigsten Werke von Wislawa Szymborska
02. Februar 2012 15:13 Uhr
Warschau (dpa) Die am Mittwoch im Alter von 88 Jahren verstorbene polnische Literaturnobelpreisträgerin Wislawa Szymborska debütierte 1945 als Dichterin. Ihre ersten Werke waren noch vom realsozialistischen Stil geprägt und wurden ihr später von einigen Kritikern als Opportunismus vorgehalten.
Mit der Entstalinisierung auch in Polen konnte sich Szymborskas Talent zunehmend entfalten. Sie veröffentlichte rund 350 Gedichte in insgesamt elf Bänden. Ein letzter Gedichtband, an dem sie bis zuletzt arbeitete, soll nach Angaben ihres Assistenten in wenigen Monaten posthum veröffentlicht werden.
Zu den wichtigsten Werken Szymborskas, deren Gedichte oft Alltagsbeobachtungen mit ironischem Unterton zum Thema hatten, gehören «Ruf nach dem Yeti» (1957), «Salz» (1962), «Menschen auf der Brücke» (1986), «Ende und Anfang» (1993) und «Augenblick» (2002).
Szymborska wurde nicht nur 1996 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, sondern auch mit dem Goethe-Preis und dem Herder-Preis. Im vergangenen Jahr wurde sie mit dem Orden des Weißen Adlers ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung ihrer polnischen Heimat.
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