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Ängste können zu Zwangsstörung führen

07. Februar 2012 15:33 Uhr

Krefeld (dpa/tmn) Ist das Bügeleisen wirklich aus? So eine Frage stellen sich viele mal - auch wenn sie eigentlich genau wissen, dass das Bügeleisen aus ist. Derartige Ängste können aber zu einer Zwangserkrankung auswachsen.

Übertriebene Ängste können zu einer Zwangsstörung werden. Dann fürchten Betroffene zum Beispiel, dass sie sich beim Händeschütteln sofort einen Virus einfangen - und waschen sich alle fünf Minuten die Finger. In solchen Fällen sollten die Betroffenen rasch ärztliche Hilfe holen, rät Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BDVN). Denn nur wer frühzeitig eine Therapie beginnt, kann die zahlreichen Folgen des Kontrollzwangs wie ständiges Zittern, Schwitzen und Herzklopfen verhindern.

Die Ausprägungen der Zwangserkrankungen sind vielfältig: Auch belastende sexuelle oder aggressive Vorstellungen können ein Hinweis darauf sein. Immer drehen sich die Gedanken um die Ordnung und die korrekte Ausführung bestimmter Tätigkeiten, so Bergmann. Aus Unwissenheit, Angst und Scham verschweigen viele Erkrankte ihre Störung und werden nicht selten depressiv, weil sie selbst wissen, wie unsinnig ihr Verhalten ist. Besonders erfolgreich sei dann die Einnahme von Antidepressiva in Kombination mit einer kognitiven Verhaltenstherapie.

Laut BVDN ist die Zwangserkrankung eine der häufigsten psychischen Erkrankungen. Rund ein bis zwei Prozent der Bevölkerung leiden darunter.


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