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Bessere Behandlung bei Herzschwäche durch Zellanalyse

09. Februar 2012 16:34 Uhr

Berlin (dpa/tmn) In der Regel werden Patienten mit Herzschwäche ohne Rücksicht auf genetische Besonderheiten behandelt. Besser wäre jedoch eine maßgeschneiderte Behandlung, sagt der Internist Prof. Heinz-Peter Schultheiss.

Die bislang etablierten Methoden bei der Behandlung von Herzschwächepatienten seien als gute Basistherapie zu verstehen. Besser wäre aber eine auf den Patienten maßgeschneiderte Behandlung aufgrund einer Zellanalyse, sagte der Internist Prof. Heinz-Peter Schultheiss in Berlin. «Die Therapie wird besser, unnötige oder wirkungslose Behandlungen können vermieden und Nebenwirkungen verringert werden», erklärte der Ärztliche Leiter des Centrums für Herz-, Kreislauf- und Gefäßmedizin am Campus Benjamin Franklin der Charité. Auch ließen sich die Behandlungskosten senken.

Die Zellanalyse helfe, die genauen, individuell verschiedenen Ursachen einer äußerlich bei mehreren Patienten gleichen Krankheit zu ermitteln. Schultheiss zufolge kann zum Beispiel bei einer dilatativen Kardiomyopathie - also einem großen, schlecht pumpenden Herzen - entweder eine Entzündung, ein Virus oder Genveränderung der Grund sein. Für die Analyse werden dem Organ bei einer Herzbiopsie Zellen entnommen.

«Durch die Gewebeprobe können wir völlig unterschiedliche Therapieentscheidungen treffen», sagte Schultheiss, der sich im Vorfeld des 118. Internistenkongresses im April äußerte. Zusätzlich zur medikamentösen Standardtherapie könne etwa eine spezielle antientzündliche oder eine antivirale Therapie erfolgen.


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