Warmduscher machen es richtig - Hautpflege nach dem Sport
29. Juni 2012 09:32 Uhr von Von Susanne Collins, dpa
Berlin (dpa/tmn) Sport ist ein wahres Schönheitselixier - doch die Haut wird beim Schwitzen in der Halle oder im Wasser beim Schwimmen beansprucht. Diese Tipps helfen, die Haut vor, während und nach dem Training optimal zu schützen und zu pflegen.
Am Morgen eine Runde joggen, dann mit dem Rad zur Arbeit und abends ein paar Bahnen schwimmen: Dass Bewegung den Körper in Schwung bringt, steht außer Frage. Doch Sport ist auch eine wunderbare Hautpflege. «Das Gewebe wird mit Sauerstoff versorgt, gut durchblutet und gestrafft», erklärt Heike M. Falkenstein, Kosmetikerin. Um diese Vorteile optimal zu nutzen, sollten Outdoorfans, Schwimmliebhaber und Sportbegeisterte jedoch auf die richtige Vor- und Nachbereitung achten.
«Die Pflege ist abhängig vom persönlichen Hautbild und Hautzustand. Trockene Haut braucht eine andere Pflege als Mischhaut», erläutert Elena Helfenbein, Expertin beim VKE-Kosmetikverband in Berlin. «Wichtig ist für sportive Typen aber immer, dass sie ihre Haut regelmäßig reinigen und sie von Schmutz-, Schweiß- oder Chlorrückständen befreien.»
Ein kurzer Schauer mit lauwarmem Wasser und mildem Duschgel reiche vollkommen aus. «Durch zu heißes Wasser werden Hautfette zu stark ausgespült. Wer zu kalt duscht, beginnt schnell wieder zu schwitzen», sagt Falkenstein. Duschgele sollten einen ph-Wert von 5,5 haben, da dieser der Haut am ähnlichsten sei. Die Angabe «ph-neutral» vieler Produkte sei irreführend: «Das entspricht dem Wert 7, ist aber ungeeignet, weil es die Haut austrocknet.»
Das Wasser muss gründlich abgetrocknet werden. Falkenstein erläutert: «Früher hieß es, dass etwas Wasser auf der Haut Feuchtigkeit zuführe. Das stimmt aber nicht. Beginnt das verbleibende Wasser zu verdunsten, wird der Haut noch mehr Feuchtigkeit entzogen.»
Feuchtigkeit ist für die Hautpflege nach dem Sport allgemein sehr wichtig. «Wer sich kräftig ins Schwitzen bringt, aktiviert sein körpereigenes Kühlsystem. Denn Schweiß kühlt unsere Haut ab», erklärt Jenny Pohl, Sprecherin des Bundesverbandes deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel (BDIH) in Mannheim. «Da mit der Flüssigkeit aber auch Mineralsalze ausgeschwemmt werden, kann vor allem empfindliche Haut beim Sport gereizt werden.»
Die Lösung: viel trinken und immer eincremen. Pohl führt aus: «Ein Geheimtipp für Outdoor-Aktive ist natürliches Aloe Vera-Gel. Es pflegt mit einer leichten Textur, spendet intensiv Feuchtigkeit und ist ein ideales After-Sun-Produkt.»
Sportler sollten außerdem darauf achten, nicht zu fetthaltige Cremes zu verwenden. «Lipidhaltige Produkte können sich manchmal unangenehm anfühlen, vor allem wenn die Haut schwitzt», erklärt Helfenbein. Leichte Moisturizer seien besser geeignet. Auch vor dem Schwimmen ist Eincremen ratsam: «Denn das chlorhaltige Wasser trocknet die Haut extrem aus.» Außerdem sollten Schwimmfans nach dem Training immer duschen und wiederum cremen.
Wer auch im Fitnessstudio oder beim Laufen nicht auf das perfekte Styling verzichten möchte, sollte zu einem leichten Mineral-Make-up oder Puder greifen. «Eine reichhaltige Foundation kann sich unangenehm anfühlen und bei besonders schweißtreibenden Sportarten schnell fleckig und unschön wirken», sagt Elena Helfenbein, Expertin beim VKE-Kosmetikverband in Berlin. Die Wimpern werden am besten mit einer wasserfesten Mascara getönt.
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