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An der Obsttheke war im vorigen Jahr weniger los. (Foto: Norbert Försterling)

Deutsche essen weniger Obst

07. Februar 2012 17:33 Uhr

Berlin (dpa) Die Deutschen haben im vergangenen Jahr weniger Obst, aber etwas mehr Frischgemüse gegessen. Das ermittelte der Agrarmarkt-Infodienst AMI vor Eröffnung der Fruchthandelsmesse Fruit Logistica (8. bis 10. Februar) in Berlin.

Jeder Privathaushalt verbrauchte im Durchschnitt 138,6 Kilo frisches Obst und Gemüse, teilte der Agrarmarkt-Infodienst AMI mit. Der Konsum von Obst ging demnach um sechs Prozent auf 76,7 Kilo zurück. Bei Gemüse stieg die Einkaufsmenge pro Haushalt um ein Prozent auf 61,9 Kilo.

Die Fruit Logistica erwartet zu ihrer 20. Auflage in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung von 2537 Ausstellern aus 84 Ländern. Sie ist weltweit die Leitmesse für die Erzeuger, Groß- und Einzelhändler von Obst und Gemüse. Sie zeigen Produkte und Dienstleistungen aller Handelsstufen. Der Anteil von 90 Prozent ausländischer Aussteller sei so hoch wie bei keiner anderen Messe in Deutschland, sagte der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke, am Dienstag (7. Februar).

Der Großhandel in Deutschland kam 2011 nach Branchenangaben auf einen Umsatz von etwa 19,5 Milliarden Euro. In der Europäischen Union wurden rund 37 Millionen Tonnen Obst geerntet, fünf Prozent mehr als 2010. Auch die Gemüseproduktion legte um drei Prozent auf 63 Millionen Tonnen zu. Partnerland der Fruit Logistica ist diesmal die Türkei, die den Wert ihres Obst- und Gemüseexports in den kommenden zehn Jahren auf 7,5 Milliarden Euro verfünffachen will.

Das sind die fünf meistgekauften Obst- und Gemüsearten des Jahres 2011 in Deutschland - jeweils mit der Einkaufsmenge in Kilogramm je Privathaushalt:

Obst:

1. Äpfel: 20,4

2. Bananen: 14,3

3. Orangen: 8,4

4. Clementinen und Mandarinen: 5,9

5. Weintrauben: 4,2

Gemüse:

1. Tomaten: 10,0

2. Möhren: 7,3

3. Zwiebel: 6,5

4. Salatgurken: 6,1

5. Paprika: 4,9


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