Die Promi-Geburtstage vom 10. Februar 2012: Alexander Payne
10. Februar 2012 00:31 Uhr
Berlin (dpa) Steven Spielberg ist ein großer Bewunderer von Alexander Payne, der heute seinen 51. Geburtstag feiert. Und auch George Clooney lobt den Filmemacher, der Drehbuchautor, Produzent und Regisseur ist, in den höchsten Tönen.
Er sei seit langem ein Fan von Payne und habe unbedingt mit ihm zusammenarbeiten wollen, sagte Clooney kürzlich, dessen Wunsch mit der bittersüßen Tragikomödie «The Descendants» (2011) in Erfüllung gegangen ist. Als erfolgreicher Anwalt in Honolulu, muss Clooney plötzlich Vaterpflichten übernehmen, als dessen Ehefrau nach einem Sportunfall ins Koma fällt. Unerwartet sieht er sich mit den Problemen seiner beiden Töchter konfrontiert und findet außerdem heraus, dass seine Ehe keinesfalls so problemlos war, wie er immer dachte.
Der Regisseur und sein Hauptdarsteller passen gut zusammen: Payne hat sein außerordentliches Händchen für Tragikomödien schon in Werken wie «About Schmidt» und «Sideways» überzeugend bewiesen. Clooney zeigte in den vergangenen Jahren mit seiner Auswahl an teils ungewöhnlichen Stoffen, dass er beinahe gleichzeitig sowohl wahnsinnig lustig als auch herzzerreißend rührend sein kann.
Nachdem die beiden mit «The Descendants» bereits bei der Verleihung der Golden Globes (Bestes Drama, Bester Hauptdarsteller) jeweils eine Trophäe einheimsten, haben Clooney und Payne jetzt auch Chancen auf einen Oscar.
Freundschaft, Ehe und Familie: Das sind die Themen, um die Paynes Filme zumeist kreisen. Die Helden seiner mit viel Witz erzählten Dramen sind nicht selten einsam - wie zum Beispiel Jack Nicholson, der in «About Schmidt» (2002) einen müden und perspektivlosen Rentner spielt. Ein engstirniger Ex-Versicherungsangestellten aus Omaha, Nebraska, den der plötzliche Tod seiner nie besonders geliebten Frau hilflos zurück lässt. Als Warren Schmidt seiner Tochter die Heirat mit einem erfolglosen Wasserbetten-Vertreter ausreden will, droht er auch sie zu verlieren.
Payne dreht zwar mit bekannten Schauspielerin, doch um Kassenmagneten geht es ihm nicht: «Wenn ich drehe, kümmere ich mich nicht darum, wer der Star ist. Ich hoffe, dass das Publikum nach 20 Minuten vergisst, dass hier George Clooney und Jack Nicholson spielen und sich stattdessen auf die Charaktere konzentrieren», meint Payne.
Bei seiner Tragikomödie «Sideways» (2004) verzichtete er auf die ganzen großen Namen und engagierte Paul Giamatti und Thomas Hayden Church für die Hauptrollen. Eine gute Wahl: Der fröhliche und zugleich nachdenkliche Film über eine wein- und sexselige Tour von zwei alten Freunden war 2004 der Überraschungserfolg des US-Kinos.
Unter den zahlreichen internationalen Auszeichnungen, die «Sideways» erhielt, waren ein Oscar für das beste Drehbuch und zwei Golden Globes für den besten Film und das beste Drehbuch. Außerdem gab es weitere vier Oscar- und fünf Golden-Globe-Nominierungen, unter anderem für Nebendarstellerin Virginia Madsen. Insgesamt heimste «Sideways» 93 Auszeichnungen und weitere 32 Nominierungen ein.
«Ich wollte einen einfachen, zutiefst menschlichen Film drehen, so einen, wie es sie in den 70er Jahren gab», sagte Payne in Interviews. «Wir haben heute im kommerzialisierten Hollywood viel zu wenig davon.» Und dieses Anliegen setzte er auch gekonnt in seinem Oscar-Favoriten «The Descendants» um.
| NAME | BERUF | ALTER | GEBURTSDATUM | GEBURTSORT | GEBURTSLAND |
| SCHILLING, Tom | deutscher Schauspieler | 30 | 10.02.1982 | Berlin | Deutschland |
| DERN, Laura | amerikanische Schauspielerin | 45 | 10.02.1967 | Los Angeles | USA |
| FLACK, Roberta | amerikanische Popsängerin | 73 | 10.02.1939 | Black Mountain | USA |
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