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rock'n'popmuseum Gronau

Die Scorpions im Museum

25. Januar 2012 17:48 Uhr von Carsten Schulte | Quelle: westline

Gronau Ist das jetzt richtig Rock'n'Roll? Wenn man plötzlich in einem Museum landet? Naja, die Scorpions werden es überleben, wie sie auch ihre 40 Jahre Bandgeschichte überlebt haben. In Gronau waren sie bei der Eröffnung ihrer eigenen Ausstellung dabei.

Bis zum 12. August 2012 ist das rock'n'popmuseum in Gronau so etwas wie das andere Herz der Scorpions. Zumindest liegt der Band etwas daran. Gut, es sind nicht so viele Originale der Scorpions zusammengekommen wie sie selber gehofft hatten. Aber das hat ganz pragmatische Gründe, wie Klaus Meine erklärt. "Es war nicht ganz einfach, wir waren schließlich das ganze Jahr 2011 unterwegs." Wo immer man Zeit gefunden habe, hätten sie dann in ihren Archiven gewälzt.



Band-Krimskrams

Das eine oder andere Schmuckstück hat es ja dann doch nach Gronau geschafft (und weitere sollen folgen). Eine schwere Rocker-Jacke, die Klaus Meine einst in der Sowjetunion trug, als die noch nicht Russland hieß. Eine Menge Preise, goldene Schallplatten, so etwas in der Art.

Und mitten drin gibt's "Wind of Change". Selbst in 40 Jahren Scorpions sticht so ein Song heraus. "Das haben wir schon überall gespielt, sogar im Libanon. Und da sind nach so vielen Jahren immer noch starke Emotionen vorhanden", sagt Klaus Meine. Und weil die Scorpions im schnelllebigen Geschäft eine der wenigen Ausnahmen sind, möge man bitte keine Sorge haben. "Wir werden schon nicht sang- und klanglos auseinandergehen", sagt Meine und grinst.

Wo denn das erwartete, große - ach was! - gigantische letzte Konzert stattfinden wird, das weiß die Band selber noch nicht." Nur so viel: "Das alles hat in Deutschland begonnen und sollte wohl auch in Deutschland enden", sagt Gitarrist Matthias Jabs.

Eine Menge Gelächter

Die Ausstellung in Gronau haben die Scorpions auch bei der Eröffnung im Januar erstmals gesehen. "Wir sind vorhin ein, zwei Stunden durchgelaufen", sagt Meine. Und na klar, es gab eine Menge Gelächter. "Gott, wie wir ausgesehen haben!" Gerade bei den älteren Fotos und Videos blieb die Band hängen. "Das sind großartige Erinnerungen."

Dann gab's am Mittwoch natürlich die unvermeidlichen Alters-Witzchen. Jaja, die Scorpions sind jetzt im Museum. Drummer James Kottak mochte sein Alter gar nicht erst verraten, irgendwas mit 26. Das ließ Moderator Frank Laufenberg, einst im WWF-Club unterwegs und damit ziemlich genauso alt wie die Scorpions, so nicht stehen. "62, meintest du, oder?"

Keimzelle Schenker

Klar war nur das: Aus der "Keimzelle Rudolf Schenker" wurde spätestens mit dem Zugang von Klaus Meine und Gitarrist Michael Schenker ein Projekt, mit dem die Band "eine Weltkarriere" hinlegen wollte. "Dafür sind wir damals auch ganz schön ausgelacht worden", erinnert sich Rudolf Schenker.

Jetzt also Gronau, weit weg von Bangkok, Russland oder wo immer sonst die Band unterwegs war. Allzuviel Wehmut sollte dann aber nicht aufkommen. 2012 wollen es die Scorpions erst noch einmal richtig krachen lassen. Wind of Change? Das kommt dann später.

Die Ausstellung
Bis 12. August 2012
rock'n'popmuseum Gronau, Udo-Lindenberg-Platz 1
Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Eintrittspreise 7,50 Euro Erwachsene, ermäigte Karten 5 Euro, Gruppenrabatte u.a. möglich


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