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Ungefähr dort, wo die Hand im Mund liegt, wächst diesem kleinen Mensch der erste Zahn. Was auch den unerfreuten Gesichtsausdruck erklärt.

Neues im Papa-Blog

Der Zahn! Da ist das Ding!

25. Oktober 2011 13:11 Uhr von Carsten Schulte | Quelle: westline

Dass der Sohnemann seit Tagen nachts aufwacht und zu nörgeln beginnt, könnte Ursachen abseits von Albträumen gehabt haben. Er bekommt seinen ersten Zahn...

Aus gegebenem Anlass muss das laufende westline-Programm mit einer Eilmeldung unterbrochen werden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass mein Sohn seinen ersten Zahn bekommt.

Ein Anzeichen dürfte nach Auskunft meiner Frau die Tatsache sein, dass man den ersten Zahn nun sehen kann. Der Durchbruch (man nehme das bitte wörtlich) ist geschafft.

Endlich Biss

Immerhin würde diese Entwicklung auch erklären, warum Jakob nachts immer mal wieder hochschreckt und dann eher unerfreut kreischt. Liebe Kinderärzte unter den Lesern: Wäre es denkbar, dass der Zahnwuchs auch nachts in Schüben verläuft?

Nunja, sei es, wie es sei. Das Ding ist da, es ist nicht mehr zu leugnen. Jakobs zahnlose Zeiten sind wohl beendet, jetzt bekommt der Kleine endlich Biss.

Dass das Kerstin gleichermaßen fasziniert wie beängstigt, liegt auf der Hand, bzw. in der Aussicht auf interessante Still-Abenteuer in den kommenden Tagen. Nimmt man das Chaos zum Maßstab, das Jakob auch ohne Zähne entfacht, könnte das Stillen mit Zahn zu einem spektakulären... nunja... Spektakel werden. Viel Glück und alles Gute, Frau.

Ein Vokal, zwei Konsonanten

Unterdessen muss ich unbedingt noch erwähnen, dass Jakob seit drei Tagen einen Vokal und zwei Konsonanten gelernt hat. "Ababappabapp" plappert er unentwegt. Und wenn ich schreibe unentwegt, dann meine ich Stunden über Stunden. "Ababappabapapabapp". Dann plustert er seine Backen auf, bläst durch die Lippen, brummt etwas und nimmt einen neuen Anlauf. "Pabapabapababb". Alle Versuche, ihn zu einem wohlgeformten "Pappa" zu bringen, waren bislang nicht von Erfolg gekrönt. Nicht einmal "Babapapa" geht. Nur "Ababapappababababb" usw.

Naja, Jakob, ist ja ok. Üb' du ruhig weiter, Racker. "Abapapapabapa."

Immerhin, das macht drei von 26 Buchstaben. Nimmt man das grelle "iiiiiii" dazu, mit dem er sich über Sachen aufregt, hätten wir noch einen Vokal. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, das wäre gemogelt.


Vater werden ist nicht...

Man kennt das ja. Papa wird man schnell. Und dann? Dann steht man vor einem großen Haufen Sorgen, Stress, Hilflosigkeit - und vielen, vielen kleinen Häufchen in der Windel.Wie sich das Vatersein so mit dem Leben verträgt, darüber bloggt hier Carsten Schulte. Seine ersten Schritte als Papa. Das kann ja heiter werden...

In den Hauptrollen dieses Blogs:

Carsten - der Papa. 40 Jahre alt mit der Tendenz zur dritten Midlife-Crisis.
Kerstin - die Mama. 35 Jahre alt und als Diplom-Psychologin in der Lage, hormonell bedingt zu weinen und dabei über sich selbst zu lachen.
Jakob Benjamin - der Sohn. Geboren am 9. März 2011 um 3.04 Uhr. Hier zu lesen in einer Doppelrolle als Dr. Jekyll und Mr. Hyde.