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Peter Maffay und Klaus Schäfer wollen das Projekt auch weiterhin unterstützen und so mehr Schülern diese Begegnungen bieten. Foto: Isabelle Middeke

Peter Maffay besuchte Pestalozzi-Realschule

20. Februar 2011 16:01 Uhr von Isabelle Middeke | Quelle: Ruhr Nachrichten

Die Aufregung im Saal ist fast greifbar. Schüler laufen geschäftig hin und her, eine Dolmetscherin prüft ihr Mikrofon, einige holen zusätzliche Stühle herbei. Dann erscheint Peter Maffay in der Aula der Pestalozzi-Realschule.

Hauptanlass der Aufregung war in diesem Fall aber gar nicht der Musiker, sondern die Jugendlichen selbst mit ihrem Projekt. Bereits zum dritten Mal fand der trilaterale Jugendaustausch zwischen Israel, Palästina und Deutschland statt. Die vergangene Woche, in der israelische und palästinensische Jugendliche zum Gegenbesuch in Berlin und Bochum zu Gast waren, nutzten sie nicht nur für Gespräche mit führenden Politikern wie Horst Köhler und Guido Westerwelle, sondern auch für ein besonderes Projekt. Die Battery Dance Company aus New York studierte in wenigen Tagen eine Tanzchoreografie mit den Schülern ein. Die Proben, die häufig sechs Stunden andauerten, brachten allerdings auch mehr als nur Muskelkater mit sich. Besondere Erfahrung "Es war eine besondere Erfahrung, dass alle so zusammenarbeiten und jeder dem anderen voll und ganz vertraut", erzählte Ron Berlinski von dem Projekt. Dieses Vertrauen bauten die Schüler bereits während ihres Besuches in Israel auf. Statt Angst und Auseinandersetzungen wie in den Medienberichten fanden sie neue Freunde. "Wir haben gemerkt, wie ähnlich wir Jugendlichen uns sind und hoffen, dass wir uns weiter engagieren können", berichtete Joscha Heimbold von dem Austausch. Möglich wurde diese Erfahrung mit der Unterstützung des Staatsekretärs im NRW-Ministerium für Familie und Jugend, Prof. Klaus Schäfer, und der Peter Maffay Stiftung. Von Schülern nach dem Grund seines Engagements gefragt, erklärte Maffay: "Die Jugend ist der Schlüssel zu einer besseren Zukunftsperspektive." Neue Perspektiven Er fuhr letztes Jahr selbst mit nach Israel und schätzt die Bedeutung dieses Austausches sehr hoch ein. "Eine solche Begegnung ist etwas anderes, als ein Land als Tourist zu besuchen", ergänzte Schäfer. Neue Perspektiven eröffnete der Austausch nicht nur den deutschen Schülern, sondern der Kontakt der benachbarten Regionen Israel und Palästina soll helfen, neue Brücken zu bauen und die alten Feindseligkeiten zu überwinden.


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