"Tatort" aus Dortmund
Der echte Peter Faber freut sich auf seinen Tatort-Namensvetter
12. Oktober 2011 19:18 Uhr von Gaby Kolle | Quelle: Ruhr Nachrichten
Wenn sonntagabends die Tatort-Melodie ertönt und das berühmte Augenpaar im Fadenkreuz erscheint, sitzt Peter Faber vor dem Fernseher. Demnächst auch, um Oberkommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) zu sehen. Der 59-jährige Peter Faber aus Eving freut sich riesig auf die Krimis mit seinem Namensvetter.
Peter Faber ist ein echter Tatort-Fan: "Ich gucke jeden Tatort." Wie der Fernseh-Kripomann in seiner Rolle ist er gebürtiger Dortmunder, hat aber bis zu seinem Wechsel in den Ruhestand vor vier Jahren beim Kundendienst von DEW21 gearbeitet.
Der echte Peter Faber, von der Physiognomie dem Schauspieler Jörg Hartmann nicht unähnlich, hofft, dass sein Namens-Double nicht nur in den finsteren Ecken Dortmunds ermittelt. "Das würde mich stören. Es gibt so viele schöne Orte in Dortmund. Man könnte die Tatorte auch in den Süden verlagern ", meint er. Nun, mit der Halde Gotthelf in Hombruch als erster Leichen-Fundort könnte Peter Faber gleich an der ersten Folge Gefallen finden.
Der zweite Krimi-NamensvetterDer neue Tatort-Kommissar ist übrigens nicht sein erster Krimi-Namensvetter. Faber hieß in den 80er-Jahren auch der raubeinige Ruhrpott-Kripomann in der WDR-Serie "Der Fahnder" mit Klaus Wennemann - ein Spitzname, den Peter Faber von Kollegen immer wieder zu hören bekam: "Da kommt der Fahnder wieder.
"Unter den besonders gespannten Zuschauern des ersten Dortmund-Tatorts wird der echte Leiter der Dortmunder Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Michael Lötters sitzen: "Den guck ich mir auf jeden Fall an."
Dortmunder Polizei gibt Tipps
Lötters ist seit 1994 bei der Dortmunder Mordkommission und seit 1997 der leitende Kommissar. Wie kürzlich berichtet, schüttelt der Wallander-Fan über manche Gepflogenheiten im "Tatort" den Kopf: Ermittler, die ohne Schutzkleidung durch den Fundort der Leiche tapern, sich kaum etwas notieren, in schönen Büros sitzen und dicke Autos fahren.
Die Macher des Dortmund-Tatorts haben angekündigt, mehr originäre Polizeiarbeit zu zeigen, die näher an der Wirklichkeit ist. Entsprechende Tipps gebe die Polizei gern, meint Polizei-Sprecher Wolfgang Wieland.
Aber viel mehr Unterstützung sei nicht drin; denn das ist per Erlass verboten: kein Personal, keine Streifenwagen, keine Räumlichkeiten. Was am Ende dabei herauskommt: Peter Faber und Michael Lötters werden es genau verfolgen - so sicher wie Peter Faber den Mörder.
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