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768 Millionen Euro: Finanzamt nimmt Rekordsumme ein"/"Ansturm aufs Bürgerbüro

02. Februar 2012 14:42 Uhr | Quelle: Westfälische Nachrichten

In den nächsten hundert Zeilen geht"s um Zahlen, Daten, Quoten und Prozente. Und ums Geld. Viel Geld: 768 Millionen Euro hat das Finanzamt Steinfurt im abgelaufenen Jahr eingenommen; "ein Rekordwert", sagt Finanzamtsvorsteher Ulrich Eisenack, der gestern zur Jahrespressekonferenz eingeladen hatte. Zusammen mit seinen Kollegen Stefan Heitkamp, Hans-Jürgen Tork und Kurt Holsiepe erläuterte er einen nur sechsseitigen Jahresbericht, der alles andere enthält als dürre Zahlengerippe.

768 Millionen, das sind 42 Millionen mehr als 2010, und damit rückt das Steinfurter Amt in der 50er Rangliste der Oberfinanzdirektion Münster von Platz 18 vor auf die 17. Besonders erfreulich, sagt Hans-Jürgen Tork, sei das Plus von 9,33 Prozent beider Lohnsteuer, ein verlässlicher Indikator für einen lebendigen Arbeitsmarkt.

Das allerdickste Stück der 768-Mio-Torte kriegt der Bund (424,7 Mio.), 262 Mio. landen beim Land, 57 Mio. bei den Kommunen, und den Rest von 24 Mio. teilen sich Kirchen, Landwirtschaftskammer und andere.

"Die Zahlungsmoral stimmt", freut sich Eisenack, auch wenn er einräumen muss, dass 4575 Steuerpflichtige ihre Steuern für 2011 noch nicht bezahlt haben und beim Finanzamt mit 8,25 Millionen Euro in der Kreide stehen; aber allen anderen Finanzämter offenbar ähnlich und fällt bei einer Quote von 1,05 Prozent nicht weiter ins Gewicht.

Kurt Holsiepe sagte anschließend noch ein paar Takte zur Steuererklärung 2011 und bittet dringend um vollständige Angaben, Identifikationsnummern und die Unterschrift. Und ganz dringend: Bitte nicht nachfragen, wie weit die Bearbeitung des Antrags denn ist, das bringt nur mehr Arbeit und zieht alles noch mehr in der Länge. Wichtig zu wissen: Die Steuerbescheide liegen frühestens Mitte März im Briefkasten; das hat eine Reihe von Gründen, die hier zu weit führen würden. (Auch auf die Erläuterung und die Auswirkungen des Steuerbürokratieabbaugesetzes wird an dieser Stelle verzichtet.)

Zum Schluss noch ein paar Zahlen zum Bürgerbüro, das im Februar 2010 eröffnet wurde: 2011 ging es dort extrem trubelig zu, was vor allem wohl mit Änderungen der Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) zu tun hat. 13"100 Steuerbürger haben 2011 im Bürgerbüro angeklopft, gegenüber 2010 eine Steigerung von 230 Prozent. Auch die damals eingerichtete Hotline machte ihrem Namen Ehre und lief binnen kurzem heiß, so dass die vier Stellen dort auf 20 (!) aufgestockt wurden; und selbst die hatten Mühe, die gut 10"000 Anrufe abzuarbeiten.

Sprunghaft gestiegen, und damit zur letzten zahl, ist übrigens die Anträge auf Lohnsteuerermäßigung: 2010 waren es noch 818, 2011 aber 14"100.

Und ganz zum Schluss eine Internetadresse, unter der alle wichtigen Formulare, Merkmale und Erläuterungen abgerufen werden können:

 

| www.formulare-bfinv.de


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