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Benedikt Brinkhaus ist einer der jahrgangsbesten Kfz-Mechatroniker

08. Februar 2012 20:00 Uhr | Quelle: Westfälische Nachrichten

Und wenn es nur ein Kugelschreiber war – er hat ihn auseinandergebaut. Schon als Kind. Mittlerweile ist Benedikt Brinkhaus erwachsen und aus den Kugelschreibern sind komplette Automotoren geworden. Die Schrauberei und alles was dazu gehört, hat der 22-jährige einfach im Blut. Da ist die vorbildliche Gesellenprüfung als einer der besten Kraftfahrzeug-Mechatroniker im Kreis Steinfurt fast schon kein Wunder mehr. Für Benedikt jedenfalls war seine Berufswahl nach dem Abitur am Borghorster Gymnasium ein „Treffer voll ins Schwarze“. Auch zur Freude seines Chefs Franjo Cyran. Der möchte ihn unbedingt im BMW-Autohaus an der Altenberger Straße weiterbeschäftigen. Benedikt hat ja gesagt.

Seine erste Bewährungsprobe hat der 22-Jährige schon zum Ende seiner Ausbildungszeit bestanden. „Mit Bravour“, wie Franjo Cyran lobt. Der Lehrling musste plötzlich im Teilelager aushelfen. Nach kurzer Einarbeitungszeit schmiss er den Laden ganz alleine. Bis heute. „Da gibt es manchmal richtig Stress“, weiß der frischgebackene Kfz-Mechatroniker aus seiner halbjährigen Erfahrung hinterm Lagertresen. An der einen Seite steht der Kollege, der auf den passenden Ölfilter wartet, vorne im Verkauf wollen die Kunden ihre bestellten Scheibenwischer und Radkappen in Empfang nehmen. Und auch wenn der Computer beim Nachbestellen der Teile kräftig mithilft, Benedikt Brinkhaus hat das letzte Wort. Dabei muss er den Gesamtbestand im Auge haben. „Das Lager darf nicht zu groß werden, sonst liegt dort zu viel totes Kapital herum“, weiß der Cyran-Mitarbeiter. Die ellenlangen Zahlencodes zur Identifizierung der Ersatzteile kann Benedikt Brinkhaus mittlerweile schon gut entschlüsseln. Gruppe, Untergruppe, Teilenummer. „11 ist Motor, 34 Bremse“, kann der Chef im Lager zumindest schon mal grob zuordnen, in welches Kästchen das Schräubchen gehört. Wie es nach der gerade meisterhaft bestandenen Gesellenprüfung im Job weitergeht – Benedikt Brinkhaus lässt alles gelassen auf sich zukommen. Nach seiner Zeit in Werkstatt und Lager könnte er sich gut vorstellen, noch in den Service hineinzuriechen. Parallel steht Weiterbildung auf dem Programm, konzernintern gibt es dazu diverse Möglichkeiten. „Ein Studium kommt für mich nicht in Frage“, weiß Benedikt Brinkhaus aber schon jetzt. Er hat die Vorlesungen von Freundin Verena besucht und bei der Berufsvorbereitung im Gymnasium den ein oder anderen Studiengang unter die Lupe genommen. „Ich muss was in der Hand haben“, hat der 22-Jährige ganz klar den Praktiker in sich erkannt. Wie übrigens viele seiner Mitschüler auch. „Rund ein Drittel machen eine Ausbildung wie ich.“ Damit es bei der Berufswahl so reibungslos klappt wie bei Benedikt Brinkhaus – der Borghorster musste nur drei Bewerbungen verschicken und wusste vorher genau, was er wollte – der frischgebackene Kfz-Mechatroniker Bereich Pkw, hat eine Tipp: „Mir hat die Berufsvorbereitung in der Schule sehr geholfen. Außerdem sollte man das Probearbeiten nach dem Vorstellungsgespräch im Betrieb sehr ernst nehmen.“


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