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Gewerbesteuern sprudeln kräftig / Erste Vorausveranlagung lässt hoffen

08. Februar 2012 23:00 Uhr | Quelle: Westfälische Nachrichten

So früh im Jahr ist es nicht mehr als eine Hochrechnung. Sie gibt aber Grund zu Optimismus, wie Andreas Meyer als stellvertretender Kämmereileiter vorsichtig andeutet. Danach könnte, wie gesagt, könnte, Steinfurt in diesem Jahr mehr Gewerbesteuern einnehmen als in den Jahren zuvor.

Schon in 2011 war die Prognose vorsichtiger als das spätere Ergebnis. Standen 9,175 Millionen Euro als Ansatz im Haushalt, wurden daraus zum 31. Dezember 9,251 Mio. Euro. Für 2012 hat es die erste Vorausveranlagung gegeben. Das heißt, die Kämmerei der Stadt hat zusammengerechnet, wie viel Gewerbesteuern am Jahresende in der Kasse wären, wenn alle Betriebe nach ihren aktuell gültigen Raten weiterzahlen. „Wenn sich nichts mehr ändert, dann haben wir 80 Prozent der Gewerbesteuern schon beisammen“, erklärt Andreas Meyer. In den Jahren zuvor waren es zu diesem Zeitpunkt maximal 70 Prozent. Im Haushalt kalkuliert sind für 2012 rund 9,2 Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen. Andreas Meyer hält es für schlicht unmöglich, dass die insgesamt vier Einzeltranchen, die jedes Unternehmen im Jahr zu zahlen hat, konstant bleiben. „Da ändert sich immer was“, weiß der Kämmerei-Mitarbeiter. Und das mache es auch so schwierig, verlässliche Vorhersagen zu treffen für das Jahresendergebnis. „Im Spätherbst sieht es schon besser aus“, so Meyer. Wie viel Gewerbesteuer jedes Unternehmen zu zahlen hat, wird nicht von der Stadt, sondern vom Finanzamt festgelegt. In vielen Nachbarkommunen blicken die Kämmerer erwartungsfroh auf die ersten Steuer-Hochrechnungen. Beispiel Neuenkirchen: Die Verwaltung geht davon aus, dass am Jahresende ein Plus in der Stadtkasse sein wird, weil die Gewerbesteuereinnahmen deutlich höher ausfallen. Die Verwaltung rechnet dort mit Einnahmen von 4,7 Millionen Euro.


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