21. Januar 2014 15:10 Uhr

: Brendan Benson: Der klassische zweite Mann

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Solides Soloalbum von Brendan Benson. Foto: 

Berlin - Er ist der klassische Fall des «Sidekicks», des wertvollen zweiten Mannes in der Popmusik. Auch das neue Soloalbum von Brendan Benson ist solide, teilweise richtig gut, aber eben nie brillant. Klasse Handwerk, letztlich jedoch limitiert.

Seine ganze Klasse zeigte der heute 43-jährige US-Amerikaner als Partner von Jack White (The White Stripes) im grandiosen Classic-Rock-Quartett The Raconteurs. Da lieferte er zu den an Led Zeppelin erinnernden Songs des erklärten Robert-Plant-Fans White die kongeniale Beatles-Ergänzung: Powerpop, 60er-Jahre-Flair, jede Menge schöne Melodien, gesungen mit Paul-McCartney-Stimme.

«Broken Boy Soldiers» (2006) und vor allem «Consolers Of The Lonely» (2008) waren Alben, auf die sich alle Fans von Retro-, Blues- und Folkrock mühelos einigen konnten. Seither schweigen The Raconteurs - leider.

Auch «You Were Right» (Lojinx), das sechste Soloalbum von Brendan Benson in nur acht Jahren, ist nämlich wieder nur ein Teil der Medaille. Die melodisch erneut ausgefeilte Indiepop-Platte wird zwar hier und da durch neue Ingredienzen ergänzt (eine Prise Reggae in «I'll Never Tell», hübsche Idee; Ragtime in «Swallow You Whole»", ebenfalls ganz nett). Aber insgesamt wird wieder mal die bewährte Benson-Solo-Mixtur serviert. Und die ist eben nur - siehe oben.

Vielleicht sollte sich der fleißige Mann demnächst mehr Zeit für seine Songs nehmen und nicht nahezu im Jahresabstand neue Alben raushauen. Oder Benson sollte - falls nicht schon geschehen - den Nashville-Nachbarn Jack White aufsuchen und ein drittes Raconteurs-Album vereinbaren. Könnte allerdings sein, dass Tausendsassa White mit seinem Vinyl-Label Third Man Records, anderen Bandprojekten und der eigenen Solo-Karriere längst zwei Schritte weiter ist als der nette wuschelköpfige Kumpel mit dem Sixties-Tick.


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