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US-Präsident John F. Kennedy am 11.07.1963 im Oval Office des Weißen Hauses in Washington. Foto: Cecil Stoughton dpa

Angebliche Kennedy-Geliebte packt aus

07. Februar 2012 17:13 Uhr

Washington (dpa) 50 Jahre soll die Geschichte alt sein - nun berichtet eine ehemalige Praktikantin aus dem Weißen Haus über eine angebliche Liebesaffäre mit dem damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy.

Mimi Alford behauptet laut Medienberichten in ihren Memoiren, der Präsident habe mit ihr eineinhalb Jahre lang ein Verhältnis gehabt. Schon vor dem Erscheinen des Buchs am Mittwoch (8.2.) sorgte die heute 69-jährige Großmutter mit ihrer Geschichte für Aufregung in der amerikanischen Öffentlichkeit. Die Kennedy-Familie war für eine Stellungnahme am Dienstag nicht zu erreichen.

In ihrem Buch («Once Upon a Secret: My Affair With President John F. Kennedy and Its Aftermath») behauptet die pensionierte Kirchenmitarbeiterin Alford, sie sei im Sommer 1962, vier Tage nach Beginn ihres Praktikums, zum Schwimmen im Pool des Weißen Hauses eingeladen worden. Der Präsident höchstpersönlich sei auf die 19-Jährige zugeschwommen und habe sie angesprochen, zitierten US-Medien wie die «New York Post» vorab aus dem Buch.

Tags darauf habe Kennedy die junge Mitarbeiterin seines Pressestabs dann zu einer «persönlichen Tour» durch seine Residenz eingeladen. Er sei schnurstracks mit ihr auf das Schlafzimmer seiner Frau zugesteuert. «Ich spürte, wie er immer näher kam», schreibt Alford nach Angaben des Blattes. «Ich konnte seinen Atem in meinem Nacken spüren. Er legte seine Hand auf meine Schulter.» Dann habe er mit ihr geschlafen - angeblich im Bett von Jackie Kennedy.

Daraus habe sich eine lange Affäre entwickelt. Zum letzten Mal begegneten sich die beiden nach Alfords Behauptungen 1963, wenige Tage vor Kennedys Ermordung. Bereits 2003 hatte der Historiker Robert Dallek eine angebliche Affäre Kennedys mit einer Praktikantin in einer Biografie des Präsidenten erwähnt. Daraufhin hatte sich Alford in einer schriftlichen Erklärung zu der Affäre bekannt. Der daraufhin einsetzende Presserummel habe sie bewegt, die Memoiren zu schreiben, erklärte Alford. «Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich bloßstelle», sagte Alford in einen Interview, das der TV-Sender NBC am Mittwoch ausstrahlt . «Vielmehr entlaste ich mich - das ist mir sehr schwer gefallen.»


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