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Polizei findet Sprengstoff

Dortmund verbietet Rechts-Demo - Klage angedroht

02. September 2010 12:28 Uhr von westline | Quelle: westline

Dortmund Die Stadt Dortmund hat am Donnerstag eine geplante Demonstration von Rechtsradikalen abgesagt. Am Samstag sollte der sogenannte "Antikriegstag" stattfinden. Gegen das Verbot wollen die Rechten nun klagen.

Die Polizei hatte bei Ermittlungen einen Haftbefehl der Berliner Staatsanwaltschaft ausgeführt und einen Mann festgenommen. Bei ihm sei ein Sprengsatz mit Glassplittern gefunden worden.

Offenbar wurde der Mann den rechtsradikalen Demonstranten zugeordnet. Aus Sicherheitsgründen sagte die Polizei die geplante Demo am 4. September ab. Bereits am Donnerstagmittag kündigten die Veranstalter der Demo an, gegen das Verbot klagen zu wollen.

Die Demonstration war unter dem Namen „6. Nationaler Antikriegstag“ geplant. Der Titel ist indes missverständlich - als friedlicher Aufruf gegen Krieg getarnt, beklagen die Veranstalter tatsächlich eine „Überfremdung durch Masseneinwanderung“ und „liberalistische Gleichmacherei“.
 
Auf der Webseite der Organisatoren werden „Lügen über deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg“ beklagt, eine „hysterisch betriebene Schuldkultur“ wird angeführt.
 
Seit 2005 findet der sogenannte „Antikriegstag“ jährlich statt.
 
Wer steckt hinter der Demo?
 
Die Veranstalter bleiben in der Öffentlichkeit eher vage und versteckt. Sicher ist nur, dass die „Autonomen Nationalisten“ stark vertreten sein wollen. Von den Organisatoren ist derweil nichts zu hören. Presseanfragen „wandern ungelesen in den Mülleimer“, so schreiben die Veranstalter unverblümt im Internet. Seine Anhänger bittet das Bündnis, Emails zu verschlüsseln - in die Karten schauen lassen wollen sich die Rechten nicht.
 
Seit Anfang des neuen Jahrtausends hat sich das rechte Bündnis der „Autonomen Nationalisten“ vor allem in Großstädten, insbesondere im Ruhrgebiet formiert.
 
In Marl, Dortmund und Wuppertal gibt es besonders starke Gruppen dieser rechten Szene.



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