Wegen befürchteter Proteste
China in der Regionalliga Südwest? Vorerst nicht mehr...

(Foto: dpa)
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Frankfurt – Gerade eines der geplanten "Testspiele" zwischen Chinas U20 und den Regionalligisten im Südwesten hat stattgefunden... und schon wird das ganze Projekt erst einmal ausgesetzt. Grund: Man befürchte weitere Proteste...

Irgendwie hat der DFB doch Pech, dass fast alles mit Probleme behaftet ist, was er dieser Tage so anfasst. Jetzt musste der Verband die Kooperation mit Chinas U20-Auswahl erst einmal auf Eis legen. In diesem Jahr gibt es nach der Premiere beim TSV Schott keine weiteren "Freundschaftsspiele" mehr zwischen Regionalligisten und der China-Auswahl.

Einziger Grund: Die befürchteten Proteste gegen China bzw. die Banner für Tibet, die beim ersten Spiel gezeigt wurden. China ist deswegen empört, der DFB kann und will die Meinungsfreiheit nicht beschneiden. Und die gastgebenden Regionalliga-Klubs ganz, ganz sicher auch nicht. So war schon zu hören.

Die Folge? Man setze zwar die Kooperation fort, nicht aber die Testspiele. Frühestens in 2018 soll es weitergehen, teilt der DFB mit. Man wolle zuerst eine "vernünftige Lösung" finden. Wie die aussehen kann, teilt der Verband nicht mit. Entweder treibt man die Kritiker mit Wasserwerfern aus den Stadien - oder China wird sich auf die Kritik einlassen müssen. Beides scheint eher nicht realistisch zu sein.

Daher lässt sich mit einiger Sicherheit nur dies sagen: Diese Testspielserie war in etwa die dümmst-mögliche Idee und wurde noch dazu komplett blauäugig durchgeführt. Absagen wäre das beste für alle Beteiligten, wenn man mit den politischen Rahmenbedingungen nicht klarkommt.

 


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