Neues vom BV Lünen III
Das üben wir besser nochmal...

BV Lünen III vs. TV Brechten II. (Foto: Dellbrügge)
BV Lünen III vs. TV Brechten II. (Foto: Dellbrügge)
BV Lünen III vs. TV Brechten II. (Foto: Dellbrügge)

Lünen – Unser Autor Florian Dellbrügge ist beim BV Lünen aktiv. Dritte Mannschaft. Aus dem Leben unten in Deutschlands tiefsten Fußball-Klassen berichtet er... nicht zu ernsthaft. Diesmal: Warum der Saisonauftakt trotz Mörder-Trainings nicht ganz rund lief...

Die Saison ist gestartet. Als ich das letzte Mal über meinen Heimatverein, den BV Lünen, geschrieben habe, befanden wir uns mitten in der Vorbereitung. Die dritte Mannschaft hat sich im Sommer vorgenommen, auf allen Ebenen des Spiels besser zu werden. Der Wille war, das Training auch. Das Bier danach auch. Ist es auch immer noch.

Die Vorbereitung ist seit Sonntag Geschichte. Das erste Spiel der Saison gespielt. Wir hätten gerne darauf verzichtet. Aber der Reihe nach.

Nach dem letzten Text folgten noch eine ganze Reihe Laufeinheiten, ebenso wie Testspiele. In den Testspielen funktionierte das brandneue System mit Viererkette mal halb-gut, mal gar nicht. An der Abstimmung, wenn es so etwas in der Kreisliga denn gibt, fehlt es noch.

Den letzten Test am Mittwoch vor dem ersten Saisonspiel gab's beim BV Brambauer III. In der Glück-Auf-Arena (Der Sportplatz heißt wirklich so!) hatte das Team dem B-Ligisten aber wenig zuzusetzen. Wobei...im Ausdruckstanz war vor allem die Defensive schon nicht schlecht. Wenn's mit dem Fußball in Zukunft mal nicht mehr so geht vielleicht eine Überlegung wert.

Aber bleiben wir lieber ernst. Die Niederlage war überhaupt nur dem Europapokal-Rhytmus geschuldet. Zwei Tage vorher gab's bereits einen Test, der natürlich gewonnen wurde. Gegner war eine Stadt-Liga-Mannschaft aus Dortmund. Weil wir die Truppe vorher aber nicht kannten also ein Top-Gegner! Und wir haben ihn besiegt. Hoch! 

 

Brechten. Autsch.

Trotz der Niederlage in Brambauer fühlten wir uns gewappnet für den Start bei der zweiten Mannschaft des TV Brechten. Dann der Sonntag. Aufgewacht und aus dem Fenster geblickt: Regen. Sch...ade! Denn wir wussten ja, es geht auf Kunstrasen. Und nasser Kunstrasen heißt sehr schneller Ball. Nicht gut für technisch weniger versierte Spieler.

In Brechten angekommen die erste Überraschung. Der Gegner hörte in der Kabine die Melodie der Champions League. Nachdem wir erst überlegt haben, diesen Vorgang bei Platini und Co zu melden oder den Gegner von der Gema verknacken zu lassen,  haben wir uns schließlich doch entschlossen anzutreten. 

Beim Aufwärmen die nächste Überraschung: In Brechten scheint es üblich zu sein, selbst in der Kreisliga C mit Einlaufkindern die Voranstoßphase zu zelebrieren. Sehr wahrscheinlich ist das der Grund für die 1:4-Niederlage im ersten Spiel der Saison. Wir waren einfach zu verwirrt ob dieser Vorgänge...

Ganz nach dem Vorbild von Borussia Dortmund im Jahr 2014 lagen wir nach der ersten Spielminute schon in Rückstand. Ihr merkt sicher bereits: Die These mit der Verwirrung ist super durchdacht, denn nach 60 Sekunden schwirrten die Einlaufkinder sicher noch in den Köpfen der Aktiven.

Auf gar keinen Fall liegt die Niederlage am schlechten Spiel der Mannschaft. Die Vorbereitung war zu gut dafür. Dachten wir. Und jetzt? Jetzt machen wir einfach weiter. Schließlich gehören Rückschläge dazu. Und das Bier danach schmeckt auch nach Niederlagen. Also Prost!