Neues vom BV Lünen III
Grauenhafte Siege, aber das ist Kreisliga C

Toooooor für den BV Lünen. Der junge Mann rechts hat genetzt. Zum fünften Mal in der Saison. (Foto: Dellbrügge)
SG Gahmen (hellblau) gegen BV Lünen III. (Foto: Dellbrügge)
Toller Anblick, oder? (Foto: Dellbrügge)

Lünen – Beim letzten Teil der Serie vor drei Wochen schrieb ich davon, dass wir eine Ergebniskrise erst einmal abwenden konnten. Die Frage war aber, ob die Zufriedenheit innerhalb der Mannschaft aufrecht erhalten werden kann. Nach den letzten Spielen kann das eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden. Wobei...naja...später mehr!

Arbeiten wir uns doch erst einmal durch die letzten Spiele. Nach dem Sieg gegen den FC Brambauer mussten wir in der Woche darauf auswärts antreten. Gegner war Eving Selimiye Spor II. Auf einer echt tollen Anlage gab's einen am Ende vemutlich verdienten 4:2-Auswärtssieg. Das Spiel war phasenweise grauenhaft mit anzusehen. Also noch grauenhafter als das Kreisliga-C-Fußball ohnehin schon ist.

Alles, was wir uns für unsere Spiele so vornehmen, wirklich alles ging schief. Wir haben den Gegner teilweise in unseren Strafraum eingeladen - den Weg zum Tor daei auch gleich noch höflich beschrieben. 

Erleichterung

Es lag wirklich nur am Unvermögen der anderen, dass wir nur zwei Tore kassiert haben. Es hätten gut und gerne mindestens drei mehr sein können.

Nach 70 Minuten die Erleichterung. Einer unserer Angreifer erzielte per Lupfer die Führung. Nach dem ich genau ihn beim letzten Mal mit Ciro Immobile verglichen habe muss ich an dieser Stelle Abbitte leisten: Das war schon eher so wie Lars Ricken anno 97. Nur irgendwie weniger wichtig. Ein bisschen zumindest. 

Kurz darauf die Entscheidung: Nach schöner Flanke gab's per Kopf noch das 4:2 durch unser polnisches...ähm...Laufwunder... mit der 33 auf dem Rücken.

 

Nach dem Spiel haben wir dem Gegner natürlich erzählt, dass wir genauso spielen wollten, sie müde machen wollten, nur um dann in der Schlussphase noch einmal das Gaspedal durchzudrücken. Matchplan und so! 

Sechs Tage später durften wir den Tabellenführer FC Merkur auf dem heimischen Sportplatz begrüßen. Und was soll ich sagen? Ein Knallerspiel!

Feiern nach einem 0:0

Gegen einen spielerisch überlegenen Gegner, das müssen wir so anerkennen, haben wir nach hart umkämpften 90 Minuten ein 0:0 bejubeln dürfen. Bei jedem von uns stimmte der Einsatz. Auf dem Platz und auch daneben. Nach dem Spiel wurde das gefeiert. 

Sogar von Außenstehenden gab's für uns nach dem Spiel zur Belohnung leckeren Sportlersaft mit fünf Prozent Alkohol Volumengehalt. Es wurde auch etwas später als sonst. Aber das hatte sich die Mannschaft verdient. 

Leider war die Trainingswoche danach nicht so gut besucht. Und das vor einem der wichtigsten Spiele des Jahres: Dem Derby gegen die SG Gahmen. 

Mit einer Rumpftruppe (Sorry an alle Aktiven!) sind wir nach Gahmen gefahren. Neben uns und den FC Brambauer ist die SG einer der wenigen Vereine in Lünen, die noch auf Asche spielen. Aber zum Spiel. Die ersten 20 Minuten liefen ganz nach unserer Vorstellung. Folgerichtig konnten wir uns mit dem 1:0 durch Ciro-Lars Rickobile belohnen.

Keine Höhepunkte

Das war es aber auch an Höhepunkten. In der restlichen Spielzeit haben wir Glück gehabt, nicht noch den Ausgleich kassiert zu haben. Was schade ist: Nach einem Foulspiel bekam ein Gahmener die Gelb-Rote Karte und wollte das durchaus körperlich mit unserem Spieler und dem Schiedsrichter ausdiskutieren. Das gehört überhaupt nicht zum Fußball. Nach dem Spiel wurde darüber noch emotional gesprochen. Nach dem Rückzug in unsere Kabine war dann da aber zunächst einfach nur die Erleichterung über den nächsten Sieg.

Seit nunmehr vier Spielen hat die Mannschaft nicht mehr verloren. Das ist für unsere Verhältnisse ganz stark. Aber mahnende Worte gibt es trotzdem: Dem Coach hat es nicht gefallen, wie das Spiel mehr und mehr aus der Hand gegeben wurde.

Und genau da arbeiten wir jetzt dran. Bis zum nächsten Mal!