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Schalke: Bernard Tekpetey auf den Spuren von Gerald Asamoah?

Bernard Tekpetey im Trainingslager im Mittersill. (Foto: dpa)
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Gelsenkirchen – Noch vor wenigen Wochen kannten ihn rund ums Schalker Feld nur hartgesottene Königsblaue und Besucher der „Zwoten“. Bei der Jahreshauptversammlung marschierte er schüchtern an der Seite von Dennis Aogo in die Arena ein. Nicht wenige Autogrammjäger fragten verwundert, wer der „kleine Schwatte“ sei, handelte es sich doch ganz offensichtlich weder um den baumlangen Naldo noch 27-Millionen-Einkauf Breel Embolo.

Einige Wochen und eine Saisonvorbereitung später hat sich das Bild bereits deutlich gewandelt: Bernard Tekpetey hat durch beherzte Auftritte in den Testspielen nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Rückte er zu Saisonbeginn fast zwangsweise aus dem U 23-Team zu den Profis auf (aufgrund einer Regeländerung dürfen Nicht-EU-Ausländer nicht mehr in der Regionalliga West spielen), zeigte er Vielseitigkeit und enormen Einsatz.

Im Schalker Trainingslager in Mittersill gehörte er bereits zu den Lieblingszielen der Autogramm- und Selfie-Jäger. Geduldig und bescheiden erfüllte er alle Wünsche des königsblauen Anhangs und stand nach nur einem halben Jahr in Deutschland bereits auf Deutsch Rede und Antwort. Nur gelegentlich mussten Englisch oder Hände und Füße aushelfen.
 
Genauso zielstrebig und hartnäckig, wie er der deutschen Sprache zu Leibe rückt, geht der 18jährige auf dem Platz zu Werke – etwas, das er ebenso mit dem Schalker Kultspieler Gerald Asamoah gemeinsam hat wie das Geburtsland Ghana.

Der legendäre „Blondie“ war es auch, der Tekpetey bei einem Besuch seiner Verwandten in der Unistar Soccer Academy entdeckte und nach einigen Telefonaten mit Knappenschmiede-Direktor Oliver Ruhnert und Jürgen Luginger fast vom Fleck weg für die zweite Mannschaft verpflichtete. Dort avancierte er mit sechzehn Einsätzen und vier Toren in der Rückrunde sofort zum Stamm- und Führungsspieler. Und zum Publikumsliebling obendrein, obwohl er eher schüchtern als breit strahlend daherkommt.

Tekpetey spricht mit absoluter Hochachtung von seinem Entdecker und väterlichem Freund, Vergleiche sind ihm sichtlich unangenehm. Doch die Parallelen sind auffällig: Wie „Asa“ ist Tekpetey mit 1,72 m nicht hochgewachsen, aber bullig und sehr durchsetzungsstark. Anders als Asamoah ist Tekpetey zudem sehr schnell, antrittsstark und wendig. Und: Genau wie die legendäre Schalker 14 ackert er am liebsten auf Rechtsaußen, auch wenn auch Einsätze als Linksaußen und Mittelstürmer zu Buche stehen.
 
Auf dieser Position überzeugte er in den allen Testspielen gegen Guangzhou R & F FC,  Eintracht Rheine und den DSC Wanne Eickel, wo er zwei sehenswerte Treffer zum 13:0-Kantersieg beisteuerte.  Beim gründlich in die königsblaue Hose gegangenen 2:4 beim FC Luzern gehörte er zu den Lichtblicken in der Schalker Mannschaft; beim „Schaulaufen“ gegen Guangzhou Evergrande stieg er sogar so motiviert ein, dass er sich die einzige gelbe Karte der Partie abholte.  Auch gegen Holstein Kiel und im Härtetest gegen den FC Bologna trug sich Tekpetey in die Torschützenliste ein, gegen den italienischen Erstligisten gelang ihm mit einem knallharten Flachschuss der Siegtreffer zum 2:1. Lediglich gegen den AC Florenz musste Tekpetey wegen einer leichten Achillessehnenreizung vorsorglich passen.

Bisher nicht auf dem Zettel...

Der neue Chefcoach Markus Weinzierl, der Tekpetey nach eigener Aussage „gar nicht auf dem Zettel“ hatte, zeigt sich begeistert von seinem Sturm-Schnäppchen: „Tekpetey macht sich sehr gut. Er hat gute Anlagen, eine gute Dynamik und einen super rechten Fuß! Wir schauen ihm mit Freude und einem Lächeln beim Fußballspielen zu.“ Ähnlich äußerte sich U 23-Trainer Jürgen Luginger, der Tekpetey trotz seines jungen Alters eine „ausgesprochen hohe Spielintelligenz“ bescheinigte.
 
Tekpeteys bisheriges Auftreten berechtigt zu der Hoffnung, dass ihm die Vorschusslorbeeren nicht zu Kopfe steigen. Wenn er seine sportliche Zielstrebigkeit und das freundliche Auftreten bewahrt, könnte Tekpetey tatsächlich in die Fußstapfen von Gerald Asamoah treten, auch wenn er das nicht gerne hört. Die Schalker hören es dafür umso lieber...

 


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PlatzVereinSp.ToreDiff.Pkt.
1FC Bayern3184:226278
2Schalke 043149:351456
3Dortmund3161:412054
4Bayer 043155:411451

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