Haft für Weltmeister Mayweather Jr. aufgeschoben
07. Januar 2012 16:01 Uhr
Las Vegas (dpa) Box-Weltmeister Floyd Mayweather Jr. bleibt vorerst ein freier Mann. Der Amerikaner erwirkte vor einem Gericht in Las Vegas Haftaufschub bis Juni, damit er wie von ihm geplant am 5. Mai in der MGM Grand Arena in Las Vegas boxen kann.
Im Gespräch ist ein Superfight zwischen dem 34 Jahre alten WBC-Weltergewichts-Champion Mayweather Jr. und WBO-Weltmeister Manny Pacquiao von den Philippinen. Beide gelten als die besten aktiven Profiboxer.
Floyd Mayweather Jr. war Ende Dezember vergangenen Jahres von einem Gericht in Las Vegas für schuldig befunden, die Mutter seiner Kinder körperlich angegriffen zu haben. Die Richterin des Clark County Courts verurteilte den 34-Jährigen zu sechs Monaten Haft, die Hälfte der Strafe wurde allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Zudem muss der Boxer 100 Stunden Sozialarbeit verrichten und an einem einjährigen Kurs gegen häusliche Gewalt teilnehmen.
Mayweather Jr. hatte die Frau im November 2010 attackiert. Weitere Anklagepunkte wie Diebstahl und Nötigung wurden nach einer Übereinkunft von Mayweathers Verteidigung mit der Staatsanwaltschaft fallen gelassen. Insgesamt hatten Mayweather Jr. mehr als 30 Jahre Gefängnis gedroht. Seine Strafe sollte er am Freitag antreten.
Mayweather Jr. hatte den WBC-Titel im September mit einem K.o.-Sieg gegen Victor Ortiz in Las Vegas erkämpft. Seine makellose Profibilanz weist 42 Siege auf. Insgesamt wurde der Olympia-Dritte von 1996 Weltmeister in fünf verschiedenen Gewichtsklassen.
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