Lizenzentzug: Sidon nicht mehr deutscher Meister
07. Februar 2012 13:03 Uhr
Gießen (dpa) Box-Oldie Andreas Sidon muss seine Karriere beenden. Der Schwergewichtler aus Gießen, der am 4. Februar seinen 49. Geburtstag feierte, darf künftig nicht mehr in den Ring steigen.
Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg bestätigte die Rechtmäßigkeit des Lizenzentzuges durch den Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) wegen gesundheitlicher Bedenken aus dem Jahr 2007.
«Der BDB hat zu hundert Prozent recht bekommen. Sidon darf nie wieder boxen», sagte BDB-Präsident Thomas Pütz am Dienstag. Der deutsche Meistertitel im Schwergewicht, den Sidon seit beinahe zehn Jahren trägt, ist laut Pütz wieder vakant.
Der Berufungsausschuss des Boxverbandes hatte die Entscheidung vor fünf Jahren zunächst aufgehoben, weil Sidon nicht angehört worden war. Der BDB reichte dagegen Feststellungsklage vor dem Landgericht Hamburg ein und verlor. Das Hanseatische Oberlandesgericht hob diese Entscheidung nun auf. Eine Berufung ist nicht möglich.
«Mit diesem Urteil wird das Grundgesetz gebeugt. Ich werde weiter um mein Recht kämpfen, dann eben vor dem Bundesgerichtshof», sagte Sidon. Er war in der Zwischenzeit, auch per einstweiliger Verfügung, zehnmal in den Ring gestiegen. Sechs Kämpfe davon konnte der Hesse gewinnen.
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